Sauer-scharfe Suppe- Rezept für Pekingsuppe mit Judasohren

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Sauer-scharfe Suppe
- Rezept für Pekingsuppe mit Judasohren

Die Pekingsuppe ist in fast jedem chinesischen Restaurant fester Bestandteil der Speisekarte und wird häufig als Vorspeise zum Mittagstisch gereicht. Traditionell beinhaltet das sauer-scharfe Suppe-Rezept unter anderem Hähnchenfleisch, manchmal auch Hackfleisch und dazu Bambussprossen sowie Mu-Err- oder andere chinesische Pilze.

Eigentlich waren es die Pilze, die uns auf die Idee zu diesem Rezept gebracht haben. In diesem Winter konnten wir an unseren alten Holunderbüschen besonders viele Judasohren sammeln. Dieser heimische Winterpilz ist ein ganz enger Verwandter des asiatischen Mu-Err-Pilzes. Bei einer so großen Pilzernte suchst du ja immer nach neuen Ideen, was du mit den Judasohren kochen könntest. Diesmal herausgekommen ist eine vegane/vegetarische Pekingsuppe mit Judasohren, für die wir dazu noch anderes regionales Wintergemüse verwendet haben. Hier siehst du nun unser Rezept für eine norddeutsche Suppe im Asia-Style:

sauer-scharfe Suppe vegetarisch/veganes Rezept

Zutaten für das Sauerscharfsuppe Rezept

  • 1 Liter Gemüsebrühe (kalt)
  • 1-2 größere Karotten
  • 1 Stück Weißkohl (ca.200g)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6-8 Judasohren (frisch oder getrocknet)
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1 Esslöffel dunkle Sojasoße
  • 2 Esslöffel Essig
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Esslöffel Stärke
  • 1-2 Esslöffel Chiliöl
  • 1 Teelöffel Zucker
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver zum Abschmecken
  • (1 Ei – natürlich nur für die nicht-vegane Variante)

Was du sonst noch für die Zubereitung der sauerscharfen Suppe benötigst

  • 1 Messbecher
  • 1 Kochtopf mit über einem Liter Fassungsvermögen
  • 1 Rührlöffel
  • 1 kleine Schüssel oder Müslischale
  • Schneebesen oder Gabel
  • Schneidbrett und Messer
  • Zum Servieren: asiatische Suppenschalen (alternativ: Suppentassen)

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Ein echter Hingucker, nicht nur für Suppen sondern auch für asiatische Reis-und Nudelgerichte mit der praktischen Stäbchenhalterung

Zubereitung der veganen/vegetarischen Pekingsuppe:

  • Nimm zunächst drei Esslöffel von deiner kalten Gemüsebrühe ab und gib sie in eine kleine Schüssel.
  • Falls du getrocknete Judasohren oder Mu-Err-Pilze verwendest, weiche sie zunächst für etwa eine halbe Stunde in lauwarmem Wasser ein. Anschließend kannst du sie wie frische Pilze behandeln. Hacke die Zwiebel und den Knoblauch fein. Wasche die Pilze und das Gemüse. Schneide die Lauchzwiebeln in feine Ringe und den Rest in sehr feine Streifen von ca. einem halben Zentimeter Länge. Die Lauchzwiebelringe kannst du zunächst beiseite stellen, sie werden erst vor dem Servieren über die fertige Suppe gestreut.
  • Gib etwas Chiliöl in den Topf und erhitze es leicht. Falls du kein Chiliöl zur Hand hast, kannst du auch ein neutrales Öl, wie zum Beispiel Rapsöl verwenden und deine Suppe später mit Chilipulver oder einer kleinen Menge Sambal Olek nachschärfen. Dünste dann die Zwiebeln glasig, bevor du den Knoblauch und das Tomatenmark dazu gibst und bei geringer Hitze leicht mit anröstest.
Judasohren und Gemüse für eine Pekingsuppe
  • Anschließend löscht alles mit der Gemüsebrühe ab und bringst die Flüssigkeit zum Kochen.  Nun kannst du die Pilze und das restliche Gemüse (bis auf die Lauchzwiebeln) hinzugeben. Lass es in etwas acht bis zehn Minuten bei geringer Hitze kochen, so dass die Kohl- und die Karottenstückchen noch einen leichten Biss haben. Gelegentlich umrühren!
  • In der Zwischenzeit verrührst du die Stärke mit Hilfe einer Gabel oder eines Schneebesens mit der Brühe in deiner kleinen Schüssel. Wenn die Stärke gut untergerührt ist und keine Klümpchen mehr hat, gibst du einen Esslöffel dunkle Sojasoße, 2 Esslöffel Essig und etwa einen Teelöffel Zucker dazu.
  • Am Ende der Kochzeit gibst du die Flüssigkeit vorsichtig in deine Suppe und verrührst alles gründlich. Dabei sollte die Suppe nicht zu stark kochen, damit dir die Stärke nicht verklumpt. Das Ganze noch einmal aufkochen, damit die sauer-scharfe Suppe andickt.
Frische Zutaten für sauer-scharfe Suppe
  • Jetzt kannst du deine Suppe noch einmal abschmecken und ggf. noch etwas Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Chilipulver oder auch Zucker zugeben, bis dir das Verhältnis von Süße, Säure, Salzgehalt und Schärfe stimmig erscheint.
  • Die vegane Pekingsuppe ist nun fertig zum Servieren. Gib sie heiß in asiatische Suppenschalen oder Suppentassen deiner Wahl und bestreue sie mit einigen der Lauchzwiebelringe.
  • Für die Variante mit Ei spülst du deine kleine Schüssel kurz aus und schlägst das ein Ei hinein, das du dann mithilfe einer Gabel oder eines Schneebesens verrührst. Nimm deine sauer-scharfe Suppe vom Feuer und warte, bis sie nicht mehr kocht. Dann gießt du unter Rühren langsam in einem dünnen Strahl das Ei in die Suppe, so dass sich dünne Fäden bilden. Wenn diese gestockt sind, ist die Suppe bereit, serviert zu werden. Noch in die Suppentassen geben, mit ein wenig Lauchzwiebel betreuen und ab damit auf den Tisch!

Guten Appetit!

sauer-scharfe Suppe mit Judasohr

Tipps für die Zubereitung der Pekingsuppe:

Das Gemüse für deine persönliche Pekingsuppe kannst du natürlich je nach Jahreszeit und nachdem, was du gerade zur Verfügung hast, variieren. Wir finden, rote Paprika passt zum Beispiel geschmacklich sehr gut dazu. Auch die Strunken von Blumenkohl und Broccoli in feine Würfel geschnitten, kannst du gut für diese (oder andere Suppen und Eintöpfe) verwenden. Sie schmecken wirklich sehr aromatisch und sind viel zu schade zum Wegwerfen.

Den evtl. übriggebliebenen Weißkohl kannst du einige Tage lang kühl aufheben und noch für einen frischen Kohlsalat oder eine Gemüsepfanne verwenden.

Weitere norddeutsche Rezepte findest du in unserer Rezeptsammlung.

Wenn du mehr über Judasohren erfahren willst, dann schau doch mal in unseren Beitrag:

< Das Judasohr- heimische Pilze auch für Anfänger >

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Rosinenkrapfen selber machen – Omas Rezept für Purzel

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Rosinenkrapfen selber machen
– Omas Rezept für Purzel

„Krapfen, so lecker wie vom Weihnachtsmarkt kriegt man doch zu Hause gar nicht hin!“, hab ich ab und an schon gehört. Das sahen unsere Großmütter und Urgroßmütter aber ganz anders und haben ihre Rezepte zum Glück für uns aufgeschrieben. Bei den Vorfahren aus Ostpreußen hießen sie „Purzel“, hier in Norddeutschland schlicht „Rosinenkrapfen“. Für die einen waren sie das traditionelle Gebäck zu Silvester und Neujahr, die anderen haben sie eher um die Faschingszeit gebacken. Auf jeden Fall schmeckt dieses gehaltvolle Fettgebäck in der kalten Jahreszeit ganz besonders gut. Die Rezepte sind nahezu identisch,  gelangen damals auch ganz ohne Fritteuse und lassen sich schnell und einfach nachbacken. Eines der alten Krapfen-Rezepte haben wir ausprobiert. Und so geht’s:

Krapfen backen nach Omas Rezept

Das brauchst du für die Rosinenkrapfen

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe (ca. 40 g)
  • 100 Zucker
  • 250ml lauwarme Milch
  • 1 Prise Salz
  • Je 1 Teelöffel abgeriebene Zitronen- und Orangenschale (natürlich ungespritzt)
  • 2 Eier
  • 75 g weiche Butter
  • 150 g Rosinen (im Originalrezept  100g Rosinen und 50 g Korinthen)
  • 75 Orangeat (fein gehackt)
  • Ca. 1 Liter neutrales Öl zum Frittieren
  • Evtl. Zucker zum Bestreuen

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Unser Tipp für kleine Haushalte und kleine Küchen: Die Fritteuse von WMF aus der Serie Küchenminis. Sie nimmt nicht viel Platz weg und du brauchst auch nicht so viel Öl wie für eine große Fritteuse. Ideal, wenn du mal eine kleine Portion Pommes Frites, Brennesselchips oder eben Krapfen backen möchtest.

Utensilien:

  • Rührschüssel
  • Löffel
  • Tuch zum Abdecken
  • Feine Reibe für die Zitronen- und Orangenschale
  • Topf zum Erwärmen der Milch und zum Frittieren (oder eine Fritteuse**)
  • Schaumkelle
  • Teller mit Küchenkrepp o.ä. zum Abtropfen

Zubereitung von Omas Purzeln

Ostpreußische Krapfen, Rosinenkrapfen nach Omas Rezept

Herstellung des Krapfenteigs

  • Erwärme zunächst die Milch, bis sie lauwarm ist. Dann gibst du das Mehl in eine Schüssel. Am besten ist es, das Mehl zu hinein zu sieben, damit es schön locker ist und keine Klümpchen enthält. Wenn es etwas flotter gehen soll, kannst du auf das Sieben aber auch verzichten. Das Mehl in der Schüssel formst du zu einem Haufen, in dessen Mitte du eine Kuhle drückst.
  • In die Vertiefung bröselst du die Hefe und streust etwas Zucker darüber (etwa einen halben bis einen Teelöffel). Nun gießt du etwas Milch über die Hefe und rührst sie mit einem Löffel um, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Anschließend gibst du nach und nach weitere Milch hinzu und rührst vom Rand der Mulde aus langsam etwas Mehl darunter. Wenn du etwa die Hälfte der Milch untergerührt hast ist, ist der Vorteig fertig. Decke nun die Schüssel mit einem sauberen Handtuch ab und lass den Teig an einem warmen Ort, wie der Fensterbank über einer Heizung, ca. eine halbe Stunde lang gehen.
  • Während dieser Zeit kannst du schon mal die Zitronen- und Orangenschale  vorbereiten. Wasche die Früchte gründlich unter heißem Wasser, trockne sie ab und reibe die Schale mit einer feinen Raspel herunter. Die Rosinen (und ggf. Korinthen) übergießt du mit heißem Wasser und lässt sie für einige Minuten quellen. Danach trocknest du sie gut ab.
  • Wenn dein Vorteig lange genug gegangen ist, gibst du den Zucker, die restliche Milch, eine Prise Salz, die Fruchtschalen, das Orangeat, die Rosinen, 2 Eier und die in Flöckchen geschnittene Butter auf den Mehlrand und knetest alles nach und nach unter den Hefeteig. Sobald alles gut vermengt ist, deckst du den Teig wieder ab und lässt ihn nochmals eine halbe Stunde gehen.

Ausbacken der Krapfen

Fettgebackenes, Rosinenkrapfen nach omas Rezept
  • Dann kann es endlich ans Krapfenbacken gehen. Knete den Teig noch einmal ein bisschen durch und erhitze das Öl in einem kleinen Topf oder einer Fritteuse auf 160 Grad. Bei unserem Herd erreichen wir das auf der mittleren Stufe.
  • Wenn das Öl heiß ist, stichst du mit einem Löffel etwa pflaumengroße Portionen des Teigs ab. Mit einem leicht bemehlten Löffel geht das am besten, weil der Teig dann nicht daran kleben bleibt. Gib die Portion vorsichtig ins heiße Fett. Verbrenn dich nicht, das kann schon mal ein bisschen spritzen!
  • Wir verwenden immer einen kleinen Kochtopf und geben auf einmal fünf Krapfen hinein. Beim Backen gehen sie noch ein ganzes Stück auf, also pass auf, dass sie genügend Platz zum Schwimmen haben und nicht aneinanderkleben.
  • Wenn das Öl beim Frittieren ganz große Blasen schlagen sollte, ist es zu heiß. Nimm dann den Topf für einen Moment von der Herdplatte, damit deine Krapfen nicht zu schnell dunkel werden und in der Mitte vielleicht noch roh sind.
Krapfen selber machen
  • Backe die Krapfen nun ca. 4 Minuten, bis sie goldbraun sind und wende sie unterdessen einmal mit der Schaumkelle. Wenn du meinst, die gewünschte Farbe sei erreich, kannst du den ersten Krapfen mit der Schaumkelle aus dem Öl fischen und ihn probeweise durchschneiden, um zu schauen, ob der Teig innen gar ist. Der erste muss ja ohnehin frisch und heiß probiert werden, finden wir zumindest.
  • Wenn die erste Portion Krapfen fertig ist, gibst du sie auf einen mit Küchenkrepp ausgelegten Teller, damit das überschüssige Öl aufgesaugt werden kann. Dann kommen die nächsten Krapfen in den Topf (oder die Fritteuse).
  • Je nach Geschmack kannst du deine Krapfen nach dem Backen noch in etwas Zucker wälzen. Wir machen das meistens nicht, weil wir sie auch so süß genug finden.
  • Sobald dann der Teig  verbacken ist und dein Zuhause nach Fett und Weihnachtsmarkt duftet, sind deine Rosinenkrapfen nach Omas Rezept fertig!

Gutes Gelingen!

Weitere Tipps für deine Purzel:

Tipp 1: Warm schmecken die Krapfen nach Omas Rezept am besten. Wenn du sie erst später oder am folgenden Tag servieren möchtest, kannst du sie vorher im Backofen wieder ein bisschen erwärmen. Wenige Minuten bei ca. 160 Grad reichen dazu vollkommen aus.

Tipp 2: Die Gewürze für die Krapfen kannst du ganz nach deinem Geschmack variieren. Du magst keine Rosinen? Dann lass sie einfach weg. Wenn du die Krapfen eher um die Weihnachtszeit herum backen möchtest, passen ein wenig Zimt und Kardamom hervorragend. Auch etwas Vanille macht sich gut in den Krapfen. Ganz wie du magst! Vielleicht könnte man ja auch mal eine herzhafte Variante ausprobieren? Viel Spaß beim Experimentieren!

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