Viele Wildkräuter in deinem Garten sind nicht nur essbar sondern auch gesund und schmackhaft. Wir zeigen dir, welche auch du bei dir finden kannst.

Oktober Gewinnspiel 2021

  • Beitrags-Kategorie:Blattgeflüster

Oktober Gewinnspiel 2021

Oktober Gewinnspiel 2021 Saatgut vom Echten Dost zu gewinnen

Neuer Monat neues Glück! Wir verlosen 3x Saatgut vom echten Dost

Ihr Lieben!

Auch die Saatguternte vom echten Dost, dem wilden Majoran ist für dieses Jahr abgeschlossen. Das Wetter war uns im entscheidenden Moment hold, die Samen sind geerntet, getrocknet und sortiert und warten nun auf ihren Einsatz im Gartenjahr 2022.

Damit nicht nur wir und die Insekten in unserem Garten sich an den schmackhaften Blättern sowie  den hübschen und nektarreichen Blüten dieser ausdauernden Gewürzstaude erfreuen können, veranstalten wir wieder ein kleines Gewinnspiel. Drei von euch haben bis zum 1. November die Chance, ein Tütchen Saatgut von unserem echten Dost zu gewinnen.

Wenn ihr teilnehmen möchtet oder einfach mehr über den echten Dost erfahren möchtet, schaut in unseren Beitrag, zu Anbau, Ernte, Verwendung und Vermehrung des wilden Majorans, den man übrigens auch „Wohlgemut“ nennt.

Das Gewinnspiel findet ihr am Ende des Artikels.

Allen Teilnehmern viel Glück und euch allen einen schönen Oktober, bleibt wohlgemut, auch wenn das Wetter sich schon mal von seiner schmuddeligen Seite zeigt.

Euer Blattwerker Maik

Mit freundlicher Unterstützung von: https://www.gewinn-portal.de

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Echter Dost – der wilde Majoran

  • Beitrags-Kategorie:Nutzgarten

Echter Dost – der wilde Majoran

Kräuter aus dem eigenen Garten erfreuen das Gärtnerherz nicht nur, wenn sie frisch gepflückt im Erntekörbchen landen. Ihr Duft und ihre oftmals prächtigen Blüten sind ein Fest für die Sinne und auch die Insekten im Garten kommen mit ihnen auf ihre Kosten. Wir säen bei uns jedes Jahr auf’s Neue viele verschiedene Kräuter aus, aber inzwischen sind auch etliche ausdauernde Kräuter dabei. Einmal gesät oder gepflanzt machen sie kaum mehr Arbeit und lassen sich über viele Jahre beernten. Neben Salbei, Thymian, Bergbohnenkraut, Lauch-Scheibenschötchen und anderen gehört auch echter Dost- der wilde Majoran- dazu. Dieses tolle Würzkraut wollen wir dir heute vorstellen.

wilder Majoran der echte Dost

Der wilde Majoran (origanum vulgare) hat wie viele andere Kräuter die uns Menschen schon lange begleiten viele verschiedene Namen. Einer davon ist „Wohlgemut“. Er verweist darauf, dass dem echten Dost neben seiner Eignung als Tee- und Gewürzpflanze auch eine große Wirksamkeit als Heilpflanze zugeschrieben wird. Auch spirituelle Kräfte wurden ihm ihn früheren Zeiten nachgesagt. So sollte er böse Energien und Mächte, wie Hexen und Dämonen fernhalten. Sollte der Dost das schaffen, wäre das doch sicher ein Grund „wohlgemut“ zu sein. Wir wissen es nicht, aber frisch oder getrocknet nutzen wir ihn gern als Gewürz in Nudel- und Reisgerichten, herzhaftem Gebäck oder auf der Pizza oder auch mal im Salat. Auch als Tee oder zum Aromatisieren von Wasser lässt er sich gut verwenden.

Anbau und Pflege des wilden Majorans

Der Majoran wächst am liebsten an einem sonnigen Standort mit nicht zu nassem und fettem Boden. Gefällt ihm der Platz, den du im Garten für ihn ausgesucht hast, kann er bis zu 80 cm hoch werden, die Blütenstände im Sommer wohl locker einen Meter.

Ab April kann der echte Dost direkt im Freiland ausgesät werden. Wenn das Beet vorbereitet ist, werden die Samen einfach dünn in Reihen oder auch in Horsten ausgestreut. Leichtes Andrücken reicht aus. Der wilde Majoran ist ein Lichtkeimer und muss nicht mit Erde bedeckt werden. Anschließend noch etwas angießen und das war dann auch schon alles. Nun heißt es nur noch ein wenig Warten, die Jungpflanzen von wuchernen Beikräutern freihalten und sich schon mal auf die Ernte freuen.

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Beschriften nicht vergessen! Vielleicht mit diesen wetterfesten Pflanzschildern aus Metal, 27cm hoch und durch die leichte Neigung auch im Stehen gut zu lesen. So verlierst du kein Pflänzchen aus den Augen.

echten Dost im Kräuerbeet anbauen

Tipp: Der echte Dost lässt sich auch gut in Kübeln anbauen, falls du nur einen Balkon oder wenig Platz in deinem Garten hast.

Ernte und Trocknen des wilden Majorans

Für den Frischverzehr kannst du dir quasi jederzeit einfach ein paar Blättchen von deinem echten Dost pflücken und ihn an deine Speisen geben oder dir einen frischen Tee aufbrühen. Frisch schmeckt er wesentlich intensiver als in getrocknetem Zustand. Da reichen leicht wenige der grünen Blätter für ein ganzes Gericht.

Beim Trocknen verliert er wie fast alle Kräuter ein wenig von seinem Aroma, lässt sich so aber am besten für den Winter konservieren. Wenn du dir einen Vorrat für die kalte Jahreszeit anlegen möchtest, ist der beste Erntezeitpunkt vor der Blüte. Mit dieser ist je nach Witterung ab Ende Juni zu rechnen, manchmal auch deutlich später, bis in den September hinein. Auch die Blüten sind übrigens essbar und machen sich gut als farbenfrohe Dekoration auf dem Teller, in Kräuterbutter oder Dips.

die Blüte des echten Dosts

Wähle für die Ernte der Blätter einen trockenen, sonnigen Tag aus. Wir ernten immer ganze Stängel, dir wir mit einer scharfen Schere oder einem Messer abschneiden. Pflücken lassen sich diese kaum, dazu sind sie einfach zu stabil. Das hat aber den Vorteil, dass der echte Dost trotz unseres norddeutschen Regens und Windes kaum mal umkippt und im Sommer ein herrliches Blütenmeer in den Gemüsegarten zaubert.

Die geernteten Stängel bündeln wir lose und hängen sie zum Trocknen an einem dunklen, trockenen und luftigen Ort auf. Sonnenlicht sollten deine Kräutervorräte besser nicht abbekommen, da die UV-Strahlung und zu hohe Temperaturen die wertvollen Inhaltstoffe zerstören.

Wenn die Blätter des wilden Majorans nach einiger Zeit durchgetrocknet sind, können die Blätter von den Stängeln gezupft und gehackt werden. Wir geben sie in luftdicht verschließbare Schraubgläser und bewahren sie dunkel auf. So hält sich der echte Dost über viele Monate und duftet auch im Winter noch kräftig nach Oregano.

Vermehrung des echten Dosts – die Samenernte

Der echte Dost  lässt sich wie die meisten Stauden gut über Teilung vermehren. Das Rhizom wird dazu einfach mit einem scharfen Spaten geteilt und wächst meist problemlos wieder an. Er ist schon recht ausbreitungsfreudig, der wilde Majoran.

Aber auch die Vermehrung über Samen gelingt im Gegensatz zu anderen Stauden wirklich gut. Der richtige Zeitpunkt für die Saatguternte ist meist der September, wenn die Blüten abgeblüht sind und sich die kleinen, braunen Samen gebildet haben. Allerdings neigen sie dazu, schnell auszufallen, so dass man den richtigen Moment schon gut abpassen muss.

die Samen des echten Dosts

Wir ernten die Samen an einem trockenen Tag und schneiden ganze Stängel mit Samenständen ab. Es empfiehlt sich, das bereits über einer Schüssel zu machen, weil bei bloßer Berührung schon etliche der kleinen Samen ausfallen  werden. Die abgeschnittenen Stängel klopfen wir dann später einfach über einer Zeitung aus und geben die Samen noch für ein paar Tage zum Nachtrocknen auf einen Teller, bevor sie in einem luftdicht verschlossenen Gefäß dunkel aufbewahrt werden. Und wie immer: Beschriften nicht vergessen!

Tipp: Die ausgeklopften Samenstände nicht wegwerfen – sie duften einfach wunderbar und machen sich gut in kleinen Trockensträußen oder anderer Herbstdekoration.

wir ernten unseren wilden Majoran

Inhaltsstoffe und Heilwirkung des echten Dosts

Die Liste der Heilwirkungen, die dem echten Dost zugeschrieben werden, ist wie bei vielen Kräutern sehr lang. Er gilt  unter anderem als antibakteriell, verdauungsfördernd, appetitanregend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, stimmungsaufhellend, hustenlösend, antioxidativ und sogar antiviral. Wie ein Allheilmittel lesen sich die zahlreichen Anwendungsbereiche. Das verdankt der echte Dost seinen vielen verschiedenen Inhaltstoffen wie ätherischen Ölen (z.B. Thymol), Gerb- und Bitterstoffen.

Ob und in welchem Maße er bei Beschwerden wirksam ist, können wir natürlich nicht beurteilen. Aus persönlicher Erfahrung würden wir einen Tee mit wildem Majoran jedoch als wohltuend bei Husten und Halsentzündungen sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfehlen. Auch bei Magen- und Darmproblemen erscheint uns so ein Tee Linderung zu verschaffen. Probiere es einfach für dich selbst aus, schaden kann’s ja nicht.

Für den Tee nehmen wir ein- bis zwei Teelöffel frischen oder getrockneten Dost auf einen Becher. Dieser wird mit kochendem Wasser übergossen und darf dann zehn Minuten abgedeckt ziehen. Bei Halsentzündungen oder Husten geben wir meist noch einen Löffel Honig oder Erdkammersirup hinzu.

getrockneter Dost für Tee und zum würzen

Der echte Dost als Insektenpflanze

Die Blüten des echten Dosts sind sehr nektarreich. Wenn er im Sommer seine vielen Blüten öffnet, wirst du viele Insekten darauf beobachten können. Verschiedene Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge tummeln sich auf seinen Blüten. Spezialisiert auf den echten Dost sind unseres Wissens aber keine unserer heimischen Insekten. So spielt er als Raupenfutterpflanze wohl auch keine Rolle. Aber immerhin. Als guter Nektarspender hat der echte Dost sicher einen Platz in naturnahen, insektenfreundlichen Gärten verdient.

Neugierig geworden? Wenn du den echten Dost gern auch bei dir anbauen willst, schreib uns gern an, meist haben wir Saatgut abzugeben und können im Frühjahr auch Jungpflanzen anbieten.  mein.blattwerk@gmail.com 

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Umfangreiches Kräuterwissen von früher und heute mit zahlreichen gut verständlichen Rezepten für Haushalt, Küche, Hausapotheke, Kosmetik und vielen Geschichten rund um die grünen Kraftpakete aus dem Garten

Gewinnspiel Oktober 2021: 3x Saatgut vom echten Dost zu gewinnen.

2021 war unsere Saatguternte mal wieder recht erfolgreich und Erfolge teilen wir ja immer gerne mit euch! Deshalb verlosen wir dreimal ein Päckchen Saatgut von unserem echten Dost. Wenn du an unserem kleinen Gewinnspiel teilnehmen möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem du uns verrätst, warum du den echten Dost gern in deinem Garten oder auf deinem Balkon hättest.

Teilnahmeschluss ist der erste November 2021. Dann losen wir die drei Gewinner/innen aus und benachrichtigen sie per E-Mail. Wenn ihr uns dann binnen drei Wochen eure Adresse wissen lasst, senden wir euch euer Saatguttütchen zu. Andernfalls ermitteln wir einen neuen Gewinner.

Mit der Teilnahme an unserem Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den geltenden Teilnahmebedingungen einverstanden, die ihr hier nachlesen könnt: Teilnahmebedingungen

Viel Glück und noch einen schönen, hoffentlich goldenen Oktober!

Euer Blattwerker Maik

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Bärlauchsalz herstellen- Bärlauch haltbar machen

  • Beitrags-Kategorie:Rezepte

Bärlauchsalz herstellen- Bärlauch haltbar machen

Bärlauch, ein typischer Frühlingsgeschmack – sein frisches Grün, seine tolle Knoblauchnote und sein sensationeller Geschmack machen ihn in jedem Frühjahr zu einem wahren Highlight in der Küche. Dieses tolle Wildgemüse möchte man doch nur zu gern das ganze Jahr über genießen können, aber ruckzuck ist die Erntezeit auch schon wieder vorbei und der Bärlauch verschwindet bin zum nächsten Jahr unter der Erde. Er lässt sich allerdings gut einfrieren, sei es nun pur oder fertig zubereitet, z.B. in Form von Bärlauchpesto oder Bärlauchbutter. Aber auch ganz ohne Energieaufwand lässt sich der Bärlauch lange haltbar machen.  Ein Bärlauchsalz lässt sich schnell und einfach zubereiten und zur Verfeinerung vieler Speisen nutzen. Wir erzählen dir gern, wie wir unser Bärlauchsalz herstellen und die aromatischen Blätter so ohne Kühlung haltbar machen.

Bärlauchsalz herstellen Rezept

Utensilien für die Herstellung von Bärlauchsalz:

  • Schneidbrett
  • Messer
  • Pürierstab/ Stabmixer (oder andere Küchenmaschine)
  • Hohes Gefäß zum Pürieren
  • Backblech mit Backpapier
  • Kochlöffel
  • Gut verschließbares Glas zur Aufbewahrung

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Suchst du noch einen kraftvollen und langlebigen Stabmixer für deine Küche? Wir sind mit diesem Model sehr zufrieden. Sogar die Quitten, die unseren alten Pürierstab gekillt haben, kriegt der Clartronic mit seinen 800 Watt mühelos klein. Dank der Verarbeitung aus Edelstahl ist die Reinigung besonders einfach.

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Zutaten für das Bärlauchsalz:

  • 500 g Salz (wir verwenden grobes oder feines Meersalz)
  • Ca. 200 g frische Bärlauchblätter

… das ist schon alles!

Bärlauch aus dem eigenen Garten

Zubereitung des Bärlauchsalzes:

Wasch die Bärlauchblätter zunächst gründlich und tupfe sie dann mit einem sauberen Tuch oder Küchenkrepp trocken.

Anschließend werden sie grob geschnitten, bevor du sie in dein Püriergefäß gibst. Das hat den Vorteil, dass der Mixer sie besser zerteilen kann und sich keine Fasern um die Messer wickeln. Gib ein kleinen Teil des Salzes mit in das Gefäß.

Nun pürierst du den Bärlauch gleichmäßig fein. Größere Fasern oder Stückchen sollten nicht mehr erkennbar sein. Achte bei der Verwendung eines Pürierstabs unbedingt darauf, dass er nicht zu warm wird – also immer nur ganz kurz betätigen. Die Hitze zerstört die ätherischen Öle im Bärlauch und er verliert schnell an Aroma. Das wäre schade – also lass dir lieber ein klitzekleines bisschen mehr Zeit.

Bärlauchsalz Rezept zum nachmachen

Wenn die Bärlauchmasse fein püriert ist, gibst du das Salz hinzu und verrührst alles gründlich. Was für eine knallig- grüne Farbe!

Das Salz-Bärlauchgemisch verteilst du dann locker auf einem mit Backpapier belegten Blech und gibst es für ca. anderthalb bis zwei Stunden zum Trocknen in den Ofen. Stell ihn, wenn möglich, auf Umluft und wähle eine möglichst niedrige Temperatur. Bei uns liegt die so zwischen 30 und 40 Grad. Viel wärmer darf es auch nicht sein – sonst nehmen die ätherischen Öle wiederrum Reißaus.

Außerdem empfiehlt es sich, die Ofenklappe ein wenig offen stehen zu lassen, ggf. mit Hilfe eines eingeklemmten Kochlöffels, damit die Feuchtigkeit aus dem Backraum entweichen kann. Deine Wohnung wird nach ein paar Minuten schon wunderbar nach Bärlauch duften.

Nun kontrollierst du einfach zwischendurch, wie trocken dein Bärlauchsalz bereits ist und rührst es eventuell noch ein paar Mal durch. Es sollte wirklich richtig gut durchtrocknen, um später nicht zu verklumpen.

Bärlauchsalz im Ofen trocknen

Um Energie zu sparen, könntest du das Bärlauchsalz auch an der Sonne trocknen. Leider setzt aber auch die UV-Strahlung den ätherischen Ölen zu, weshalb wir das lieber im Backofen machen.

Nach der Trocknung ist das Bärlauchsalz schon fertig zur Abfüllung. Wenn wir grobes Meersalz verwenden, pürieren wir es allerdings hinterher noch einmal grob, so dass es feinere und etwas gröbere Salzkörner enthält.

Gib es einfach in ein dicht schließendes Gefäß und bewahre es dann an einem dunklen Ort auf. (Stichwort: UV-Strahlung)

So hast du immer ein bisschen Bärlauchgeschmack zur Hand. Das Salz ist lange haltbar. Wenn es nicht vorher verbraucht ist, mindestens bis zur nächsten Bärlauchsaison!

Bärlauchsalz in Gläser abfüllen

Verwendung von Bärlauchsalz

Dein selbst hergestelltes Bärlauchsalz ist vielseitig verwendbar – einfach auf einem Brot mit Butter, in einem Kräuterquark oder Dip, als Gewürz für einen Salat oder, oder. Zu allen Zutaten und Gerichten, zu denen nach deinem Gusto Knoblauch passt, wird dir sicher auch das Bärlauchsalz schmecken.

Abgefüllt in ein dekoratives kleines Gläschen ist es außerdem immer ein nettes kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Lust auf weitere schmackhafte Rezepte? Dann schau doch mal in unsere kleine Rezeptsammlung.

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Bist du auf den Geschmack gekommen? In diesem Buch findest du nicht nur abwechselungsreiche Rezepte, sondern auch viel Wissenswertes rund um den Bärlauch und seine Geschichte sowie Tipps zum Sammeln dieser tollen Pflanze in der Natur.

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Giersch – vielseitiges, schmackhaftes Wildkraut

  • Beitrags-Kategorie:Nutzgarten

Giersch - vielseitiges, schmackhaftes Wildkraut

Dieses Wildkraut wächst in nahezu jedem Garten – oft sehr zum Ärger der Gartenbesitzer. Völlig zu Unrecht, meinen wir, denn der Giersch (Aegopodium podagraria)  ist äußerst schmackhaft und dazu noch voller gesunder Inhaltsstoffe, wie VitaminC, Calcium und Eisen. Sein Geschmack erinnert an Petersilie, Sellerie und Möhren. Er ist weder streng, noch bitter und so auch für Wildkräuter-Anfänger  gut geeignet, die noch nicht an den meist herberen Geschmack der Blätter aus der Natur gewöhnt sind.

Giersch ein schmackhaftes Wildkraut

Giersch lässt sich wunderbar roh verwenden, z.B. in Salaten, Dips und Kräuterquarks, einfach auf einem Brot und überall, wo normalerweise Petersilie zum Einsatz kommt. Auch in Smoothies macht er eine gute Figur. Blanchiert mit ein wenig Zwiebel und/oder Knoblauch gibt er eine schmackhafte Gemüsebeilage ab, er kann auch wie Spinat zubereitet werden oder in Gemüsepfannen, Soßen, Suppen und Eintöpfen verwendet werden. Ein wirklich vielseitiges, schmackhaftes Wildkraut, das fast zu allem passt.

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Auch Hunger auf frische Wildkräuter, aber dir fehlt noch ein schmuckes Erntekörbchen? Vielleicht wäre ja so ein Weidenkorb das Richtige für dich.

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Hier wächst Giersch am Waldrand

Giersch erkennen und ernten

Wie kannst du den Giersch erkennen? Das ist ganz einfach und eine Verwechslung mit anderen, unter Umständen giftigen Pflanzen ist im Grunde ausgeschlossen. Er wächst meist in halbschattigen oder schattigen Bereichen, in denen er dichte Teppiche bildet. Zu seiner Bestimmung brauchst du dir nur die Zahl 3 merken – Es gibt drei entscheidende Merkmale: Jeder Stängel besitzt 3 geteilte Blätter, oben hat er drei Blätter und der Stiel ist dreikantig

Giersch erkennen mit der Zahl 3

Am wohlschmeckendsten sind die ganz jungen Blätter, die sich gerade erst oder noch gar nicht voll entfaltet haben. Sie sind von einem wesentlich helleren Grün als die älteren Blätter, ausgesprochenen saftig und zart. Mit zunehmendem Alter werden die Blätter recht hart. Also ernte die möglichst jungen Blätter. Dann wird der Giersch bald wieder neu austreiben und du kannst den ganzen Frühling und Sommer über frisches Grün ernten.

Solltest du keinen Garten haben oder dort keinen Giersch finden, kannst ihn auch an Waldrändern oder schattigeren Randbereichen von Wiesen ernten. Achte nur darauf, ihn nicht zu nahe am Wegesrand zu sammeln, wo oft Hunde ihr Geschäft verrichten. An Rändern von bewirtschafteten Äckern ist  zu bedenken, dass auch die Wildkräuter mit Spritzmitteln belastet sein könnten.  Wildkräuter aus der Natur  solltest du immer gründlich waschen – mindestens dreimal mit kalten Wasser spülen.

Wildkäuter aus dem Garten

Wenn du zum Ernten in die Natur gehst, sei bitte immer ein bisschen bescheiden und entnimm nicht zu viel an einer Stelle, um die Pflanzenpopulation nicht zu schädigen. Beim Giersch, der meist in großen Mengen wächst, oder auch beim Bärlauch, darfst du dein Körbchen sicher mit gutem Gewissen füllen, aber bei den selteneren Pflanzen beschränke dich zum Wohl der Flora auf kleine Mengen.

Gib diesem schmackhaften Wildkraut eine Chance in deiner Küche – wir sind sicher, dass du es nicht bereuen wirst.

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15 Kräuter und Gemüse, die wir im Januar ernten können – Wetten, dass? Runde 2

  • Beitrags-Kategorie:Nutzgarten

15 Kräuter und Gemüse, die wir im Januar ernten können – Wetten, dass? Runde 2

Am Tag nach unserer ersten, recht erfolgreichen Gartenrunde zum Thema „Wetten, dass wir im Januar mindestens 15 Kräuter und Gemüse ernten können?“ tobt draußen ein Sturm. Die Bäume biegen sich, es gießt in Strömen. An Rausgehen ist gar nicht zu denken. Es ist schon fast Mittag und trotzdem so dunkel draußen, dass drinnen im Haus das Licht brennen muss.

Kräuter und Gemüse im Januar ernten

Kormin hat sich auf meiner blauen Yogamatte ausgestreckt und scheint in intensive Entspannungsübungen vertieft zu sein. „Hund, musst du nicht langsam mal vor die Tür?“, frage ich und stoße die Terrassentür auf. Der kalte Januarwind weht ins Zimmer und von der Markise über der Terrasse tropft das Wasser. Kormin erhebt sich zögerlich, streckt sich einmal ausgiebig und trottet zur offenen Tür. Er streckt die Nase nach draußen und bleibt zögernd stehen, bevor er einmal aufseufzt. Schließlich fasst er sich doch ein Herz und wagt sich hinaus in Regen und Sturm.  Einmal über die Terrasse bis ins Staudenbeet. Dort hebt er kurz sein Bein, blickt sich einmal um und kommt eilig  zurück ins Haus. Einmal geschüttelt und zurück auf die Yogamatte. „Hey, was ist mit Pfoten abtrocknen?“ Eine eher rhetorische Frage, auf die ich natürlich keine Antwort erhalte.  Sie kommt ohnehin zu spät. Der Boden ist ja schon nass und wahrscheinlich auch die Yogamatte. Toll, ich hol dann mal den Feudeleimer!

„Wetten, dass wir heute gar nichts ernten?“, höre ich eine Stimme neben mir. Schwang da etwa ein Hauch von Schadenfreude  mit? Langsam komme ich auch mal in diese düstere Januarstimmung: „Warte nur ab bis morgen!“ „Und was gibt’s zum Mittag?“ „Pfannkuchen mit Erdbeeren oder Quittengelee.“ Ha! Ich weiß mich zu wehren, Süßspeisen zum Mittag sind hier im Haus nämlich bei allen äußerst unbeliebt. „Hmpf.“ Genau die Antwort, die ich erwartet habe. Natürlich koche ich dann doch etwas anderes und der dunkle Tag ist zum Glück schnell vorbei.

Aufbruch zur Gemüseernte

Am nächsten Morgen hat der Sturm sich verzogen und auch der Regen hat nachgelassen. Zumindest gibt es mal das ein oder andere Päuschen zwischen den Schauern. „Zeit für Runde 2, Männer!“ Also wieder Jacke und Gummistiefel an, Mütze auf, Erntekörbchen geschnappt und raus in den Garten! Kormins Energie ist zurück und er wetzt seine üblichen Runden um den Walnussbaum, bevor wir uns auf den Weg Richtung Gemüsegarten machen. Ich bin gedanklich gut vorbereit und sicher, mindestens ein tolles Gemüse als Ass im Ärmel zu haben. Ich werde diese Januar Ernte-Wette schon noch gewinnen!

Wald weg nach dem Sturm

Heute nehmen wir den Weg durch unseren kleinen Wald, um mal zu sehen, ob der Sturm irgendwelche Bäume umgelegt hat. Das ist zum Glück nicht der Fall und kurz darauf stehen wir vor unserem kleinen Gewächshaus. Dort könnten jetzt prima Wintersalate wie Portulak, Endivie oder Feldsalat wachsen, tun sie in diesem Jahr aber leider nicht. Wegen der fehlenden Sonne im Spätsommer und Herbst haben die Tomaten und Paprika einfach zu lange zum Reifen gebraucht, so dass wir schließlich nicht mehr zur Aussaat der Wintersalate gekommen sind. Und die letzten Paprika konnten wir noch nicht einmal selber ernten. Das haben unsere Gartenfreunde, die Rehe, übernommen, die eines Nachts ins Gewächshaus eingebrochen sind und die kompletten Pflanzen vertilgt haben. Was lässt man auch die Tür halb aufstehen? Die Einladung  war ja quasi perfekt.

Kräuterbeet im Januar mit frischen Kräutern

Direkt neben dem Gewächshaus steht unser Kräuterhochbeet aus alten Ziegelsteinen. „Vier auf einen Streich! Guck mal: Salbei, Thymian, Rosmarin und Lauch-Sccheibenschötchen, alles schön grün und bereit zur Ernte.“ „Sehe ich, aber was willst du denn daraus zubereiten? Vielleicht eine eigenwillige Variation von Frankfurter grüner Soße?“ Gut, eine ganze Mahlzeit lässt sich aus diesen vier Kräutern wirklich nicht zubereiten, soviel bin ich ja bereit zuzugeben.

Aber meine vier Punkte für Kräuter, die man im Januar ernten kann, sollten doch wohl trotzdem zählen. Schließlich sind sie vielseitig verwendbar.

Ein paar Blätter vom  Lauch-Scheibenschötchen passen zum Beispiel toll zu jedem Salat oder Kräuterquark.

Lauchscheiben-Schötchen im Januar
Salbeiblätter, frische Kräuter im Januar

Ein Tee aus frischen Salbeiblättern ist äußerst wohltuend, wenn es im Winter mal im Hals kratzt, egal ob zum Trinken oder nur zum Gurgeln. Thymiantee hilft bei Husten und schmeckt außerdem auch noch richtig gut, vor allem mit ein bisschen Honig von unserem Imker. Rosmarinkartoffeln sind doch auch etwas Feines, und wenn man ihn mal ganz anders verwenden möchte, haben wir ja noch unser tolles Rezept für die Rosmarin-Honig-Taler.

Rosmarien, frisch Kräuter im Januar
Weihnachtsplätzchen mit Rosmarin, Honig und Salz

„Ja, die Rosmarin-Plätzchen sind wirklich super. Die machen wir nachher zum Kaffee, geht ja ganz schnell. Ich lass deine vier Kräuter mal unter Vorbehalt gelten. Wenn du dann noch was zum Mittag finden könntest? “ Ein paar Zweige Rosmarin landen wenigstens schon mal im Erntekörbchen. Nun bin ich bereit mein Ass auszuspielen, das Gemüse, das ich schon die ganze Zeit für heute im Kopf hatte. Aber Moment! „Wo ist denn der Hund?“ „Öhm, eben war er doch noch direkt hinter mir!“ Ja, das kann er – eben noch hier und eine Sekunde später spurlos verschwunden. Wir suchen den Gemüsegarten und die angrenzende Wiese mit den Augen ab. Kein Hund weit und breit. Wir rufen. Nichts! Auf einmal ist dann aus dem Wäldchen hinter uns ein Rascheln zu vernehmen und eine matschverschmierte Nase taucht aus dem Gebüsch auf. Kormin unterbricht seine offenbar hochinteressanten Erdarbeiten und blickt uns fragend an, als wolle er wissen, wozu wir ihn denn bitteschön stören, wenn wir eh nichts Spannendes machen, sondern nur vor dem Kräuterbeet herumstehen. „Na komm, Großer! Wir gehen weiter!“  Alles klar, wo es Action gibt, ist auch Kormin wieder mit dabei, vorn die Matschnase, hinten der wedelnde Schwanz.

Hund, der auf der Wiese buddelt

„Wohin jetzt?“ „Runter auf die Wiese!“ Dahin, wo mein ultimatives Wintergemüse im Beet hinter dem Wall mit den Wildrosen auf uns wartet! Wir stapfen in unseren Gummistiefeln durch das hohe Gras und stehen schließlich vor dem, was mal ein neuangelegtes  Beet gewesen sei mag. Die Wiese hat sich über den Herbst und Winter schon so einige Teile zurückerobert. Gras, Spitzwegerich, Ampfer, Löwenzahn – alles wieder da! Gar nicht so einfach, aus einer Fettwiese einen Gemüsegarten zu machen, wenn im Boden Wurzeln und Samen für unendlich viele neue Generationen von wüchsigen Beikräutern schlummern. Irgendwo dazwischen muss doch mein gesuchtes Gemüse stehen. Maik blickt ein wenig ungeduldig auf die Fläche vor sich und schwenkt dabei den Erntekorb in seiner Hand. „Nun? Wobei, mir schwant da schon was!“

Rosenkohl Stengel auf der Wiese

Allerdings, mir jetzt auch! Mehr noch, ich sehe es. Da aus den Grasbüscheln ragen ein paar dicke, grüne Stängel empor. Dicke, grüne, leere Stängel, wohlgemerkt. Och nö! Mein Ass im Ärmel, mein Top-Wintergemüse, das ich so fest eingeplant hatte, mein winterharter Rosenkohl, weg! „Sprich es gar nicht erst aus!“, drohe ich. Die Hufspuren in der nassen Erde zwischen den Grassoden verraten ohnehin, wer die Rosenkohlräuber waren. „Rehbraten!“, brummelt Maik mehr an sich selbst denn an mich gerichtet. Zum Glück sind die Tiere längst wieder über alle Berge, denn Rehkeule mit Rosmarin-Kartoffeln würde sicher so manch einer als durchaus luxuriöses Mittagsessen an einem gewöhnlichen Werktag empfinden. Aber wirklich ernst gemeint hat Maik seine Drohung bestimmt nicht und zudem ist er, abgesehen von seinem Körbchen, unbewaffnet.

Doch was nun tun, der Gewinn meiner Wette steht auf dem Spiel und ich muss dringend Erfolge bei meiner Januar-Ernte vorweisen. Fieberhaft denke ich über eine Alternative zum Rosenkohl nach, während ich noch über die verwilderte Beetfläche vor mir starre. Moment mal!

Rosenkohlröschen

Da, genau da, hinter dem schon ziemlich hochgewachsenen großen Ampfer sehe ich doch ein paar dicke grüne Kugeln! Zumindest eine Stange Rosenkohl ist anscheinend doch von den Rehen verschont geblieben. Sie ist zwar nicht so hoch wie die anderen, aber eine recht ansehnliche Zahl von Rosenkohlröschen ist dennoch daran. Schnellen Schrittes eile ich darauf zu. Warum eigentlich? Es ist ja nicht so, dass in diesem Moment ein Reh um die Ecke kommen und sie mir vor der Nase wegschnappen könnte. Triumphierend drehe ich mich zu Maik um, der mir bereits breit grinsend das Taschenmesser entgegenstreckt, das er aus den Tiefen der unzähligen Taschen seiner von ihm geliebten und von mir gehassten Fliegerjacke hervorgezogen hat.  Ich schneide die Rosenkohlstange ab und klemme sie mir unter den Arm, ins Erntekörbchen passt sie ja nicht hinein.

„Mit Pellkartoffeln und Sauce Hollandaise?“, fragt Maik. Gebongt! Ein absolutes Winter-Lieblingsessen bei uns. Kartoffeln haben wir noch reichlich im Vorratsraum, ein paar wenige Eier sind auch da, obwohl die Hühner gerade schlecht legen, und Butter sollte auch noch im Kühlschrank sein. Die Mittagsmahlzeit ist also gerettet. „Zählen denn meine vier Kräuter und Gemüse nun?“, versichere ich mich vorsichtshalber noch, bevor wir uns auf den Rückweg zum Haus machen. „Ja, ist schon in Ordnung. Aber nun komm, das fängt bestimmt gleich wieder an zu regnen! Und tatsächlich, eine große schwarze Wolke über uns lässt bereits die ersten Tropfen fallen und ständig werden es mehr. Als wir schließlich an der Tür ankommen, steht der Hund bereits ungeduldig auf Einlass wartend davor. Regen kann er eben einfach nicht ausstehen, Wasser im Allgemeinen nicht, es sei denn, er will es trinken.

Drinnen in der Küche ist der Rosenkohl schnell geputzt, die Kartoffeln abgewaschen und beides auf dem Herd zum Kochen gebracht, der Rosenkohl in gesalzenem Wasser. Wenn er gar ist, reibe ich noch etwas Muskat darüber, aber erst nachdem ich ein paar Röschen beiseite gestellt habe. Außer uns gibt es hier nämlich noch jemanden, der Rosenkohl liebt – nämlich den Hund. Was das angeht, ist er inzwischen schon zu einem richtigen Dithmarscher geworden, für den Kohl ein Grundnahrungsmittel ist. Der Rosenkohl ist und bleibt dabei immer seine erste Wahl, also soll Kormin auch seinen Anteil an der kleinen Ernte von heute bekommen.

Kurz bevor das Gemüse gar ist, mixen wir noch flux die Soße zusammen. Gut, so eine richtig klassische Sauce Hollandaise ist es im Grunde nicht, was wir da kochen, aber diese Variante geht schnell und ist dabei wesentlich gelingsicherer als ihr Vorbild. Nennen wir sie vielleicht  „Flotte Soße nach Holländer Art“ oder so.

Während wir dann am Esstisch sitzen und uns unseren Rosenkohl schmecken lassen, liegt der Hund schwer seufzend unter Maiks Stuhl und blickt von Zeit zu Zeit mit einem flehenden Blick auf, der auf einen nahen Hungertod schließen lässt. „Ja, du bekommst ja deinen Rosenkohl noch. Aber erst, wenn wir aufgegessen haben!“ Wir mögen ja in mancherlei Hinsicht ziemlich nachlässig in der Hundeerziehung sein, aber am Tisch betteln darf er dann doch nicht.

„Nur noch fünf, dann hab ich gewonnen!“, bemerke ich nebenbei in unserem angeregten Tischgespräch. „Ich bin mal gespannt, was du morgen überhaupt noch ernten willst. Das war ja heute schon eine ziemlich schwere Geburt.“ „Wetten, dass ich was finde?“ Ich versuche, meiner Stimme einen optimistischen, entschlossenen Klang zu verleihen. Dabei bin ich mir grad gar nicht so sicher, ob ich außer einem Wildkräutersalat noch etwas Essbares im Garten auftreiben kann. Aber, kommt Zeit, kommt Rat. Warten wir also den nächsten Tag ab.

Hund frisst Rosenkohl von der Gabel

Nach dem Essen kommt endlich Kormins Moment. Bis auf die fünf Röschen ohne Muskat, die noch auf der kleinen blauen Untertasse neben dem Herd liegen, ist der Rosenkohl verputzt. Die hole ich nun und knie mich neben den Hund auf den Boden.

 Sofort sitzt er kerzengerade wie ein Soldat vor mir und der Speichel tropft bereits aus seinem Maul auf den Boden. Gut, dann eben später nochmal feudeln, ein Glück, dass wir nirgends Teppichboden verlegt haben. Er verfolgt genau, wie ich das erste Röschen mit der Gabel aufpike und schaut mich fragend an. Auf’s „Okay“ zieht er den Rosenkohl mit spitzen Zähnen vorsichtig von der Gabel und legt sich hin, um ihn kurz zu kauen und herunterzuschlucken, bevor er wieder sitzt und auf den nächsten wartet. Unsere Januar-Ernte schmeckt ihm offenbar ausgezeichnet und nach wenigen Minuten hat er auch seine fünf Röschen vertilgt. „Mehr gibt’s nicht!“, sage ich, als er mich fragend anguckt, „Der Teller ist leer.“ „Das Körbchen auch.“, denke ich noch so bei mir. Ach nein, da ist ja noch der Rosmarin! Beim Plätzchenbacken kann ich ja schon mal überlegen, wie ich morgen die 15 Kräuter und Gemüse vollmachen kann, die wir im Januar ernten können. Ich schaff das schon. Wetten, dass?

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Das Lauch-Scheibenschötchen – Würzkraut mit Blütenpracht

  • Beitrags-Kategorie:Nutzgarten

Das Lauch-Scheibenschötchen - Würzkraut mit Blütenpracht

Das Lauch-Scheibenschötchen (Peltaria alliacea)

Auch als (Balkan-)Knoblauch-Kresse bekannt. Oder vielleicht auch nicht?

Wir zumindest kannten diese Pflanze mit dem seltsamen Namen nicht, bis wir sie 2017 in einem Pflanzenkatalog entdeckt haben. Die Beschreibung klang wirklich vielversprechend – ein Würzkraut mit knoblauchähnlichem Geschmack, ausdauernd, auch im Winter grün und quasi ganzjährig zu beernten. Das passt doch in unser Kräuterbeet, dachten wir uns und wenig später durfte es dann bereits dort einziehen.

Die Austriebe im Frühjahr erscheinen in einer hübschen Lilafärbung. Zu dieser Zeit sind die Blätter auch am zartesten und geben Salaten und Kräuterquarks oder – dips eine milde Note von Knoblauch, Kresse und Senf. Auch über eine Tomatensuppe gestreut oder für ein Kräutersalz oder-pesto eignen sich die Blätter hervorragend. Zum Kochen würden wir es eher nicht empfehlen. Bei unseren Versuchen mit Gemüsepfannen, Suppen, Soßen und Eintöpfen hatten wir den Eindruck, dass sich der Knoblauchgeschmack beim Garen fast vollständig verliert.

Im Frühsommer färben sich die Blätter zunehmend grün und verändern auch ein wenig ihre Form, bis das Lauch-Scheibenschötchen dann Ende Mai/ Anfang Juni zu blühen beginnt. Die Blüte ist wirklich spektakulär und dauert bis in den Juli an. Wenn im Kräuterbeet zeitgleich Schnittlauch und Salbei ihre lilafarbenen Blüten zeigen, ergibt sich ein schönes Farbenspiel.

Unzählige Insekten besuchen die Blüten und zu unserer großen Freude ist auch der Aurorafalter darunter, der eigentlich auf Wiesenschaumkraut und Knoblauchrauke spezialisiert ist. Anscheinend sieht er das Lauch-Scheibenschötchen als willkommene Ergänzung seines Speiseplans, auch wenn es sich nicht um eine heimische Pflanze handelt.

Nach der Blüte wird dann deutlich, was es mit dem Namensteil „Scheibenschötchen“ auf sich hat. Die Samenschoten sind wirklich scheibenförmig, rund und flach. Bei uns hat sich das Lauch-Scheibenschötchen bereits nach dem ersten Jahr selbst ausgesamt, sodass wir im folgenden Frühjahr schon ein paar Jungpflanzen verschenken konnten. Die Vermehrung geschieht aber in Maßen, also keine Sorge, dass es im Handumdrehen dein ganzes Kräuterbeet erobern könnte.

In der Pflanzenbeschreibung zum Lauch-Scheibenschötchen haben wir gelesen, dass es nach der Blüte zunächst seine Blätter verlieren und  dann nach einiger Zeit neu austreiben würde. Bei uns war das noch nie der Fall, aber falls du es in deinem Garten anpflanzt und es plötzlich abzusterben scheint, darfst du wohl unbesorgt sein.

Im Winter bleibt es tatsächlich grün und kann weiterhin beerntet werden, so dass es auch dann ein paar Vitamine und Mineralien aus dem Garten gibt, wenn nicht viel frisches Gemüse zur Verfügung steht.

Unser Fazit zum Lauch-Scheibenschötchen: Für uns persönlich punktet das Lauch-Scheibenschötchen vor allem mit seiner schönen, langandauernden Blüte. Kulinarisch gesehen, ist es schon eine Bereicherung, vornehmlich im Winter und im zeitigen Frühjahr, aber später, wenn auch andere Pflanzen mit einem deutlich intensiveren Knoblauchgeschmack wie Rockenbolle oder Chinesischer Lauch zur Verfügung stehen, kommen zumindest hier bei uns die Blätter des Lauch-Scheibenschötchens eher seltener auf den Teller.

Deine Blattwerker

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