Löwenzahnhonig selber machen
- Rezept für Löwenzahnsirup

Werde zum fleißigen Bienchen und mach deinen Honig einfach selbst! Zugegeben, der „Löwenzahnhonig“ ist natürlich kein richtiger Honig, auch wenn er gemeinhin so genannt wird, sondern ein Löwenzahnsirup. Aber er schmeckt fast genauso und lässt sich vielseitig verwenden, besonders wenn du auf der Suche nach einer veganen Alternative zu Honig bist. Wenn im Frühjahr die Wiesen gelb leuchten, ist der richtige Zeitpunkt zum Löwenzahnblütenpflücken. Und dann kann es schon losgehen. Hier unser Rezept für einen Löwenzahnsirup, den Honig, den du ganz einfach selber machen kannst, ohne unter die Imker gehen zu müssen.

Löwenzahnhonig selber machen

Zutaten für den Löwenzahnsirup:

  • 5-6 Hände voll geöffneter Löwenzahnblüten
  • 1 kg brauner Zucker
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Zitrone (unbehandelt)
  • Optional: 1-2 Zweige frischer Thymian oder Rosmarin
Löwenzahnblüten ernten für Löwenzahnhonig

Zubereitung des Löwenzahnhonigs:

1. Pflücke die geöffneten Löwenzahnblüten an einem trockenen, sonnigen Tag. Dann sind diese am aromatischsten. Such dir zum Sammeln eine Stelle aus, die nicht zu nahe an einer Straße oder bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche liegt, damit die Blüten möglichst nicht durch Abgase oder evtl. Spritzmittel mit Giftstoffen belastet sind. Auch eine Sammelstelle an Wegen, die viel von Spaziergängern mit Hunden genutzt wird, ist aus offensichtlichen Gründen nicht zu empfehlen. Am schönsten ist es, wenn du deine Blüten nicht abwaschen musst, weil sie dadurch schon etwas von ihrem Geschmack einbüßen. Lass die Löwenzahnblüten in jedem Fall eine Weile draußen stehen, damit evtl. kleine Blütenbesucher das Weite suchen können und nicht in deinem Ausguss oder Kochtopf landen.

2. Zupfe die gelben Blütenblätter aus den Blütenböden. Wir empfehlen dir, das Grüne zu entfernen, da es recht bitter ist und wir finden, dass der Geschmack des Löwenzahnhonigs so feiner wird. Manch einer stört sich aber auch nicht daran und spart sich diese Arbeit.

3. Gib die gelben Blütenblätter in einen Topf, ebenso die Hälfte der Zitrone in dünne Scheibe geschnitten und übergieße beides mit einem Liter kaltem Wasser. Lass das Ganze etwa 2 Stunden ziehen. Wenn du einen etwas herberen Honig bevorzugst, kannst du optional noch ein wenig Rosmarin oder auch Thymian dazugeben. Dann bekommt dein Löwenzahnhonig ein etwas würzigeres Aroma, das an Waldhonig erinnert.

4. Bring die Mischung zum Kochen und lass sie bei geringer Hitze etwa 10 Minuten köcheln. Danach nimmst du den Topf vom Herd und lässt das Ganze nochmal über Nacht ziehen.

Löwenzahnhonig aus Blüten

5. Am nächsten Tag gibst du die Mischung durch ein feines Sieb oder Passiertuch und drückst die festen Bestandteile gut aus. Den abgeseihten Löwenzahntee gibst du zurück in den Topf und fügst den Saft der übriggebliebenen halben Zitrone sowie den Zucker hinzu.

6. Bring die Mischung zum Kochen und lass sie bei geringer Hitze zu einem Sirup einkochen. Ganz wichtig: immer schön Umrühren, damit dir nichts anbrennt. Das Einkochen kann eine ganze Weile dauern. Plane am besten ungefähr eine Stunde ein. Nach einer halben Stunde kannst du aber schon mal eine erste Gelierprobe machen. Gib dafür einen Teelöffel des Sirups auf einen Teller und lass ihn erkalten. Wenn dir die Konsistenz so erscheint, wie du deinen Honig gerne magst, ist er fertig zum Abfüllen. Ist er dir noch zu flüssig, lass ihn noch eine Zeit weiterköcheln.

7. Wenn dir die Konsistenz gefällt, fülle den Löwenzahnhonig in ausgekochte Schraub- oder Einweggläser und verschließe sie sofort fest, damit sich ein Vakuum bilden kann. So ist dein Löwenzahnhonig dann für mindestens ein Jahr haltbar. Abkühlen lassen, beschriften und ab in den Vorratsschrank damit – fertig.

Wir verwenden zum Beschriften am Liebsten einen weißen Permanentmarker, dann entfällt das lästige spätere Entfernen von Klebeetiketten, wenn du deine Gläser wiederverwenden möchtest. Der Marker hingegen verschwindet meist schon in der Spülmaschine von alleine. Wenn nicht, lässt er sich problemlos mit einem Spritzer Spiritus abreiben.

fertiger Löwenzahnhonig

Verwendung des Löwenzahnhonigs

Den Löwenzahnhonig kannst du genau wie einen Bienenhonig verwenden. Er schmeckt gut auf einem hellen Brot oder Brötchen, ggf. mit Butter oder Frischkäse. Auch zum Süßen von Tees und anderen Getränken ist er gut geeignet. Wir nutzen ihn auch gern mit Senf für ein Salatdressing oder in süß-sauren Soßen und Suppen. Wenn im Spätherbst die Weihnachtsbäckerei beginnt, kannst du in allen Rezepten den Bienenhonig durch deinen selbstgemachten Löwenzahnhonig ersetzen – sofern bis dahin noch etwas davon übrig ist. Unsere Lieblingsrezepte dazu sind Rosmarin-Honig-Taler und Lebkuchenplätzchen, die beide mit Löwenzahnhonig genau so gut wie mit Bienenhonig schmecken. Mit dieser Alternative greifen dann sicher auch die veganen Freunde gerne zu.

Viel Spaß beim Nachmachen und einen süßen Genuss!

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. karin

    Löwenzahnhonig ist etwas ganz herrliches. Ich persönlich koche jedes Jahr, den leckeren Honig. Es macht schon etwas Arbeit, aber es lohnt sich. Macht es nach.k

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