Grüner Spargel – Ein Spargelbeet anlegen

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Grüner Spargel – Ein Spargelbeet anlegen

Frischer grüner Spargel aus dem Garten? Und das jedes Frühjahr auf’s Neue? Das ist ganz einfach zu realisieren. Einmal gepflanzt kann der Spargel bis zu 15 Jahre beerntet werden. Ob gleich roh in den Mund, leicht gedünstet, gebraten oder gegrillt, dein eigener grüner Spargel direkt aus dem Beet wird nicht mit den oft welken, weichen Grünspargelbünden aus dem Supermarkt zu vergleichen sein. Knackig, saftig und einfach lecker! Dabei ist er wirklich leicht anzubauen und benötigt noch nicht einmal viel Pflege. Während wir in diesem kalten April noch auf die ersten Triebe warten müssen, erzählen wir dir, wie wir vor einigen Jahren unser Spargelbeet für den grünen Spargel angelegt haben.

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Günen Spargel selber anbauen

Die Beetvorbereitung für den grünen Spargel

Zunächst haben wir auf unserer großen Wiese einen Standort für den Spargel ausgesucht. Wir wollten ihn gern in einer langen Reihe anbauen, so dass er im Sommer zu einer langen, grünen Hecke heranwachsen kann. Also haben wir einen 50 Meter langen und etwa 1,50 Meter breiten Streifen gefräst und die Wurzeln von Löwenzahn, Gräsern, Hahnenfuß und anderen Wiesenpflanzen so gut wie möglich entfernt. Beikrautdruck mag der Spargel nicht so gern, also solltest du das Spargelbeet auch nach dem Pflanzen regelmäßig jäten. Ein bisschen Vorsicht ist dabei geboten, um die Spargelwurzeln dabei nicht mit der Hacke zu verletzten.

Grüner Spargel im Garten, die Beetvorbereitung beginnt

Anschließend haben wir den Boden gelockert und eine ca. 30 cm tiefe und 40 cm breite Rinne ausgehoben, in die die Spargelpflanzen gesetzt werden sollten. Als Dünger und Wärmequelle haben wir dann eine Schicht Pferdemist mit Stroh in den Pflanzgraben gegeben. Kormin fand die Schubkarre mit dem Pferdemist ausgesprochen interessant und hat erst mal eine tiefe Nase voll genommen, während Maik fleißig geschaufelt hat. Mit der letzten Forke aus der Karre war die Beetvorbereitung für den grünen Spargel dann auch schon abgeschlossen und es konnte ans Pflanzen gehen.

Pferdemist als Dünger für den Spargel

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Ärgert du dich auch immer über diese billigen Spaten, die beim Graben verbiegen oder bei denen gar der Stiel abbricht? Mit diesem robusten, langlebigen und vor allem scharfen Spaten der Firma Fiskars geht die Arbeit leichter von der Hand.

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Das Pflanzgut für unser Spargelbeet

Bei vielen Gärtnereien und im Pflanzenversandhandel werden Grünspargelpflanzen angeboten. Meist handelt es sich dabei um einjährige Pflanzen in Töpfen. Solche Jungpflanzen brauchen noch einige Jahre, bis sie wirklich Erträge liefern und teuer sind sie obendrein – im Schnitt drei Euro pro Pflanze

Wir haben uns entschieden, unsere Spargelpflanzen direkt bei einem Spargelhof zu kaufen. Die Pflanzen, die dort angeboten werden, sind bereits drei Jahre alt und werden wurzelnackt geliefert. Je nachdem, wie viele Pflanzen du kaufst, liegt der Preis bei maximal 1,50 Euro pro Stück. Wir haben damals hundert Pflanzen zu 90 Cent bestellt. Das war ein ganz schön großer und vor allem schwerer Karton. So schwer, dass unsere Briefträgerin ihn gar nicht erst aus ihrem Wagen geladen hat. Lieber nicht klingeln,  sondern einfach eine Karte hinterlassen, dass leider, leider wohl niemand zu Hause war. Sollen die ihren Spargel mal schön selbst abholen, hat sie wohl gedacht.

Grüner Spargel, die Wurzelballen werden in die Erde gebracht

So mussten wir dann einen Tag länger auf das Pflanzgut für unser Spargelbeet warten. Aber am nächsten Mittag hatten wir es schließlich heil zu uns nach Hause transportiert. 100 Pflanzen der Sorte Steiniva, ein Klassiker unter den Grünspargelsorten waren nun bereit in den Garten einzuziehen. Mit ihren langen dünnen Wurzeln sahen sie aus wie Kraken. Es war Anfang April und die ersten kleinen Triebe waren schon zu sehen. Ein paar davon sind beim Auspacken abgebrochen. Die konnten wir ohne schlechtes Gewissen gleich direkt probieren – ein Genuss, der Lust auf mehr machte.

Grünen Spargel pflanzen

Nun ging es aber zunächst ans Pflanzen. Mit einem Abstand von ca. 30 bis 40 cm  haben wir die Wurzelballen mit den Trieben nach oben vorsichtig in den vorbereiteten Pflanzgraben gesetzt und die Wurzeln sternförmig ausgebreitet.

Anschließend haben wir sie mit der Erde vom Aushub der Rinne bedeckt und gut angegossen – fertig war unser Spargelbeet. „Hoffentlich sehen wir uns bald wieder!“, habe ich den frisch gesetzten Steiniva noch ermunternd  zugeflüstert, als wir Spaten und Harke in die leere Schubkarre packten und uns auf den Rückweg zum Haus machten.

Angießen der Spargelpflanzen

Die ersten Spargelspitzen
– Ernteverbot im ersten Standjahr

Und tatsächlich – nur kurze Zeit später zeigte sich die erste grüne Spargelspitze und dann wurden es in rasantem Tempo mehr und mehr, die aus dem Boden lugten. Spargel wächst so schnell, dass du ihm fast dabei zusehen kannst. Im Nu sprossen auf den ganzen 50 Metern überall schöne, hellgrüne Triebe. Die Verlockung, direkt mit der Ernte zu beginnen, war riesig. Aber nein, das mussten wir uns leider verkneifen – es herrscht Ernteverbot für den grünen Spargel im ersten Standjahr nach dem Pflanzen.

Im ersten Jahr sollte der Spargel nicht beerntet werden, damit er Kraft genug hat, gut anzuwachsen und aus den dem dichten Grün, das er ausbildet, Energie für das nächste Jahr zu ziehen. Also keine Ernte für uns im ersten Jahr. Wir durften ihm nur beim Wachsen zusehen, ihn von Beikraut freihalten und auf eine ausreichende Wasserversorgung achten.

Die ersten Triebe des Grünen Spargels schauen heraus

Naja, fast! In den Genuss der einen oder anderen Spargelspitze kamen wir doch. Da brach schon mal eine ab, wenn unser wilder Hund mit Karacho durch das Spargelbeet stürmte. Mit einem knackigen grünen Spargel im Mund schimpft es sich schlecht und so wirklich böse waren wir auch nicht ob des versehentlich geernteten Leckerbissens. Ein paar kleine Triebe weniger würden unsere neuen Pflanzen schon nicht gleich umbringen.

Die Entwicklung des grünen Spargels
im ersten Jahr

Normalerweise endet die Spargelernte zu Johanni im Juni und erst dann bekommt der Spargel die Chance in die Höhe zu schießen, Blätter zu bilden und auszuwachsen, bevor er im Herbst welkt um die Energie für das nächste Jahr in den Wurzeln zu speichern.

Unser frisch gesetzter Spargel durfte im ersten Jahr gleich wachsen wie er wollte und schon im Mai waren viele Pflanzen hüfthoch. Werden die Spargeltriebe nicht geerntet, werden sie innerhalb weniger Tage kniehoch, die Knospen öffnen sich und die ersten kleinen Blätter werden sichtbar. Im Verlauf der nächsten Wochen entwickeln sich zunächst länge dünne Stängel, bis die Spargelpflanzen schließlich zu buschigen, bis 1,50m hohen „Bäumchen“ herangewachsen sind.

Spargelpflanzen im Spätsommer

Im Juli zeigten sich die ersten weiß-gelblichen Blüten, im September reiften dann die roten Beeren heran. Obwohl sie verlockend aussehen, sind diese nicht essbar. Aber sie enthalten die winzig kleinen Samen, aus denen sich auch neue Spargelpflanzen ziehen lassen. Später im Herbst, als bereits die ersten leichten Fröste einsetzten welkte das Spargellaub und die Pflanzen zogen sich zurück. Das solltest du unbedingt abwarten und den Spargel nicht zurückschneiden, bis das Grün vollkommen vergangen ist. Wir haben ihn im ersten Jahr gar nicht gerodet, sondern die trockenen Äste mit den Beeren über den Winter einfach stehenlassen. Bei Frost oder Schnee waren die roten Beeren ein wirklich schöner Winterschmuck im Garten und weckten die Vorfreude auf den nächsten Frühling, in dem wir dann endlich würden ernten dürfen.

Der Grüne Spargel im zweiten Jahr

Ende April des nächstens Jahres war es dann endlich soweit. Die Temperaturen stiegen und der Spargel begann auszutreiben.  Nun durften wir mit der Ernte beginnen und konnten täglich eine schöne Portion frischer Spargelstangen aus dem Garten mit in die Küche nehmen. Der grüne Spargel ist so schnell und einfach zuzubereiten – das Schälen wie beim weißen Spargel entfällt und trockene, evtl. holzige Enden wie du sie bei gekauftem Spargel oft vorfindest, hat er frisch geerntet auch nicht. Seine Garzeit ist sehr kurz – es reicht ihn kurz zu blanchieren oder in der Pfanne oder dem Wok anzubraten oder anzudünsten. Er darf ja ruhig grün und knackig bleiben.

Wir haben unsere erste Ernte wirklich sehr genossen. Es war allerdings ein sehr trockener Frühling, sodass wir unser Spargelbeet regelmäßig gießen mussten, damit die Pflanzen nicht zu trocken wurden und die Spargelstangen saftig blieben.

Grüner Spargel, die erste Ernte beginnt

Für das zweite Standjahr wird empfohlen, nicht über einen langen Zeitraum zu ernten, sondern den Spargel bereits vor Ende Juni wachsen zu lassen. Daran haben wir uns auch gehalten und die Triebe ab Ende Mai stehenlassen, die schon bald wieder zu einer grünen Hecke herangewachsen waren. In den folgenden Jahren darf der grüne Spargel dann zunehmend länger beerntet werden, bis er mit sieben Jahren voll entwickelt ist.

Außer ein bisschen Beetpflege, ausreichend Wasser und ab und an einer Gabe Stroh und Pferdemist, benötigt er keine weitere Aufmerksamkeit und schenkt dem Gärtner jedes Frühjahr eine tolle Ernte zu einer Zeit, in der im Gemüsegarten ansonsten noch wenig frisches Grün zu finden ist.

Wir sind nach wie vor begeistert von dieser einfachen und pflegeleichten Kultur, die wir allen Gärtnern wärmstens empfehlen können. Trotzdem möchten wir auch gerne noch ein Beet mit weißem Spargel anlegen. Durch das nötige Anhäufeln bedeutet das allerdings wesentlich mehr Arbeit, wenn man nicht gerade einen Haufen Mutterboden zur Hand hat. Wer weiß, vielleicht im nächsten Jahr. Nun warten wir erst mal gespannt auf die erste Spargelspitze 2021 und freuen uns auf eine hoffentlich gute Ernte.

Hast du Lust auf weitere spannende Gemüsesorten bekommen? Wie wäre es denn mit eigenem Meerrettich oder Topinambur im Garten?

Mein Blattwerk

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Topinambur selber anbauen – Unser Wintergemüse

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Topinambur selber anbauen – Unser Wintergemüse

Nach dem Meerrettich ist der Topinambur (Helianthus tuberosus) die zweite Kultur aus der Sparte „Wurzeln und Knollen“, die wir in diesem Frühjahr in die Erde gebracht haben. Tatsächlich ist es schon unser zweiter Versuch, diese tolle Knolle in unserem Garten anzusiedeln. Der erste Versuch, Topinambur selber anzubauen, ist vor einigen Jahren mehr als kläglich gescheitert. Damals haben wir einfach ein paar Knollen aus dem Supermarkt vergraben und abgewartet, was geschehen würde.

Topinambur selber anbauen

Tatsächlich zeigten sich schon bald die ersten Austriebe und wir waren recht zuversichtlich, dass diese wuchsfreudige Pflanze bei uns gedeihen würde. Die Zuversicht währte allerdings nur kurz, denn schon nach wenigen Tagen waren die die aufkommenden Pflänzchen über Nacht verschwunden. Dicke Schleimspuren auf der frischen Gartenerde verrieten eindeutig, der da in der Dunkelheit am Werke gewesen war – die fiesen Nachtschnecken hatten sich unseren Topinambur schmecken lassen.

Noch steckten aber offenbar Kraft und Lebenswille in den Knollen. Sie versuchten noch einige Male auszutreiben. Aber jedes Mal, wenn sich auch nur ein kleines bisschen Grün zeigte, fanden es die Schnecken und machten ihm den Garaus. Irgendwann gab  der Topinambur schließlich auf – und wir vorerst auch.

Für den zweiten Versuch einige Jahre später haben wir uns breiter aufgestellt – mit deutlich mehr Knollen und drei verschiedenen Sorten an verschiedenen Standorten. Topinambur selber anbauen – dieses Jahr muss es uns doch einmal gelingen! Und so haben wir Versuch Nummer zwei gestartet:

Topinambur-Anbau – unsere Sortenauswahl

Dieses Mal wollten wir für den Anbau von Topinambur nicht wieder auf Supermarktware zurückgreifen und haben uns im Bioversandhandel nach Pflanzgut umgeschaut. Was für eine Vielfalt an Sorten es gibt! Die Wahl war nicht einfach, aber schließlich haben wir uns für zwei verschiedene entschieden.

Topinambur anbauen, verschiedene Sorten

Die erste ist die „Gute Gelbe“, wohl eine der bekanntesten Sorten, die als äußerst ertragreich gilt. Zudem sollen die dicken, schweren Knollen eine relativ geringe Streuung aufweisen, so dass die Ernte deutlich leichter ist, als wenn du in großem Umkreis um die Mutterpflanze nach den Knollen suchen musst.

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Ein kleiner Tipp von uns: Die „Gute Gelbe“ musst du nicht teuer beim Pflanzenhandel als Pflanzknolle bestellen. Frische Topinamburknollen zum Pflanzen oder zum Verzehr bekommst du in Bioqualität schon viel günstiger. So kannst du vor dem Pflanzen schon einmal probieren. << Hier ansehen >>

Als zweites fiel die Wahl auf die „Helianthi“, eine cremefarbene Sorte mit rosa Zeichnung. Sie soll zwar deutlich weiter streuen als die „Gute Gelbe“, aber die Beschreibung ihres Geschmacks hat uns schließlich überzeugt. Er soll mildcremig sein und dem der Schwarzwurzel ähneln.

Insgesamt war uns wichtig, dass wir Topinambur-Sorten anbauen, die eine relativ regelmäßige Form haben und sich somit später gut schälen lassen. Bei einigen Sorten, wie zum Beispiel dem „Sonnengruß“ verwachsen die Knollen meist zu großen Gebilden, was dann das Reinigen und Zubereiten erheblich erschwert.

Sorte Nummer drei kam uns dann ganz unverhofft ins Haus, als uns eine „Zu-verschenken-Anzeige“ im Internet ins Auge fiel. Da hatte doch eine nette Dame gleich hier um die Ecke Topinamburknollen abzugeben. Sie hat sie sogar für uns ausgegraben und eine große Tüte zur Abholung für uns vor ihre Tür gestellt. Um welche Sorte es sich handelt wissen wir zwar nicht, aber die Knollen sind riesig, teilweise bis zu faustgroß und von heller, fast weißer Farbe. Definitiv sehen sie nach einem guten Ertrag aus.

Wir dürfen gespannt sein, welche von diesen drei unser Favorit wird, sofern die Schnecken und Wühlmäuse unseren Versuch, Topinambur selber anzubauen nicht ein zweites Mal vereiteln.

Standortwahl für den Topinambur

Wenn über Topinambur eines bekannt ist, dann ist das wohl seine Neigung sich weiträumig ausbreiten zu können. „Den wirst du nie wieder los!“, haben wir gehört. Naja, dieses Problem hatten wir beim letzten Anbauversuch nun so ganz und gar nicht. Dennoch man die Möglichkeit eines ausufernden Wachstums bei der Standortwahl natürlich beachten.

Standortwahl für den Topinamburanbau

Im Gemüsebeet ist der Topinambur sicher nicht gut aufgehoben – er braucht schon seinen eigenen, ausreichenden Platz im Garten, an dem er mehrere Jahre verbleiben kann und an dem er auch seine maximale Höhe von ca. drei Metern erreichen dürfte, ohne dabei anderen Pflanzen das Licht zu nehmen. Dort, wo er sich nur begrenzt ausbreiten darf, ist es sinnvoll eine Wurzelsperre einzubringen, die ihn im Zaum hält.

Bei uns halten wir das nicht für notwendig, sollte er sich tatsächlich massiv ausbreiten, können wir die unerwünschten Pflanzen einfach abmähen. Irgendwann geht den Knollen dann die Energie aus. Wenn die Nacktschnecken das können, dann bekommen wir das auch hin.

Der Topinambur hat es gern sonnig und so haben wir für unseren Anbau vier verschiedene sonnige Plätze im Garten und auf der Wiese ausgesucht, einer davon liegt  relativ nah am Haus, damit wir die  gefräßigen Schnecken diesmal etwas besser im Blick behalten können.

An den Boden soll der Topinambur keine allzu hohen Anforderungen haben. Humos und leicht sandig, ist ihm wohl am liebsten und Staunässe oder extreme Trockenheit kann er gar nicht gut vertragen. Viel Dünger benötigt er ebenfalls nicht. Ab und an eine Gabe Kompost oder ein Schuss Brennnesseljauche reichen als Extra an Nährstoffen aus.

Topinambur anbauen
– Beetvorbereitung und Setzen der Knollen

Für den Ertragsanbau von Topinambur wird die Kultivierung in Reihen empfohlen. Dabei soll der Pflanzabstand in der Reihe in etwa 30-40 cm und der Abstand zwischen den Reihen 60-80 cm betragen. Wir haben uns hier allerdings entschieden, die Knollen an drei der Pflanzorte kreisförmig in die Erde zu bringen.

Dafür haben wir die Grasnarbe in einem Kreis mit einem Meter Durchmesser entfernt, den Boden tiefgründig mit der Grabegabel aufgelockert und pro Kreis sechs Knollen ringförmig gesetzt. Die Pflanztiefe sollte dabei 10-15 cm betragen.

Setzen der Knollen

Die dicken Topinambur-Knollen aus dem Garten in der Nachbarschaft haben auf der Wiese neben dem neuen Meerrettichbeet einen Platz gefunden. Dort haben wir sie dann in Reihen wie oben angegeben gesetzt. Wir hoffen, dieser Bereich, wird dann künftig eine Wurzel- und Knollen-Wucherzone und kein Schnecken-und Wühlmaus-Schlemmerbuffet.

Topinamburanbau – Pflege und Ernte

Nach dem Setzen der Knollen gibt es zunächst nicht viel zu tun, außer auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten und den Beikrautdruck gering zu halten. Nach dem Auflaufen ist der Topinambur im Grunde wie eine Kartoffelpflanze zu behandeln. Für einen gesteigerten Ertrag kann er später ebenfalls angehäufelt werden. Zum Teil wird es empfohlen, die Blütenknospen zu entfernen, damit mehr Kraft in die Knollen geht. Das möchten wir aber nicht so machen, sollte er es denn bis zur Blüte schaffen. Ein bisschen Farbe und ein wenig Nahrung für die Insekten, darf es auch im Gemüseanbau geben, finden wir.

Topinambur Beetvorbereitung

Im Herbst, wenn das Grün der Pflanzen welk wird, beginnt die Erntesaison. Bei offenem Boden können die Knollen den ganzen Winter über geerntet werden. Das sollte immer nur nach Bedarf geschehen, denn die Topinamburknollen lassen sich nicht sehr gut lagern. Für einige Tage kann man sie im Kühlschrank frisch halten, aber dann beginnen sie schnell auszutrocknen. Eine längere Lagerung ist im Grunde nur in gleichmäßig feuchter Erde möglich. Also ist es weitaus einfacher, die Knollen einfach im Boden zu belassen und nur so viele auszubuddeln, wie man eben gerade verbrauchen möchte.

Wie viel das dann diesen Herbst und Winter bei uns sein wird, hängt von unserem Hunger ab – und leider auch vom Hunger der Schnecken und Wühlmäuse bis dahin.

Drück uns die Daumen für das Experiment „Topinambur selber anbauen“ – 2.0. Wir werden berichten, wie es den Knollen und uns ergangen ist.

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