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10 insektenfreundliche Pflanzen – Was blüht im März

  • Beitrags-Kategorie:Naturgarten

10 insektenfreundliche Pflanzen
-Was blüht im März-

Im März, wenn der Frühling langsam Einzug hält, sehnt sich nicht nur das Auge des Gärtners nach den ersten Farben, die das triste Grau der Wintermonate ablösen. An den sonnigen Tagen sind auch schon Insekten unterwegs, die ersten Bienen summen, die Hummelköniginnen kommen aus ihrem Winterquartier, um einen neuen Staat zu gründen und auch die Zitronenfalter schwirren bereits durch den Garten. Nun wird es Zeit, dass das durchgängige Trachtband Fahrt aufnimmt. Es braucht Blüten im März und zwar insektenfreundliche Pflanzen, die den überlebenswichtigen Nektar und Pollen enthalten.

Hummel auf einem blühenden Lerchensporn, insektenfreundliche Pflanzen

Aber welche Pflanzen, die bereits so zeitig im Frühjahr blühen, sind denn wirklich insektenfreundlich? Die beim Menschen so beliebte Forsythie ist es nicht. Ihre gelbe Farbe lockt zwar Insekten an, bietet ihnen aber keine Nahrung. Sie ist eine regelrechte Mogelpackung. Die Narzisse ist es auch nicht oder zumindest nicht wirklich. Wenn sie überhaupt Nektar und Pollen enthält, ist er für die hungrigen Insekten nur schwer, bis gar nicht erreichbar.

Wir haben für dich 10 insektenfreundliche Pflanzen zusammengestellt, die in unserem Garten bereits im März blühen und fast ausschließlich als heimisch gelten. Natürlich gibt es noch weitaus mehr tolle und nützliche Frühblüher und auch bei uns ist immer noch viel Luft nach oben. Aber schau mal, ob du unsere 10 Blüten im März erkennst! Die Auflösung findest du am Ende des Beitrags.

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Blüten im März – Nummer 1

Fangen wir mit einem der bekanntesten Frühblüher an. Wer kennt sie nicht, diese Blümchen, die meist die frühesten der frühen sind? Übrigens ein Amaryllisgewächs. Je nach Wetter und Standort blühen sie bereits im Januar und dann bis in den April hinein. Etwa 20 Arten gelten bei uns als heimisch. Für die Insekten haben sie trotz ihrer kleinen Blüten schon einiges zu bieten. Sowohl der Pollen-, als auch der Nektarwert liegt bei 2, was dem Mittel des Möglichen entspricht. Dennoch wird die Bedeutung dieser insektenfreundlichen Pflanze für Wildbienen als 2 eingestuft, was in diesem Fall „sehr wichtig“ bedeutet.

Schneeglöckchen die ersten insektenfreundlichen Pflanzen, die blühen

Lässt du diese Pflanzen stehen, bis die Blätter richtig gelb sind und sich Samenkapseln ausgebildet haben, wird sie sich in deinem Garten nicht nur durch Zwiebelteilung vermehren. Wenn sie sich versamen darf, kannst du dich im nächsten Jahr über umso mehr der kleinen weißen Blüten freuen.

Schneeglöckchen (Galanthus)

Blüten im März – Nummer 2

Richtig schwierig wird es jetzt sicher auch noch nicht. Die Zwiebelchen dieses Schwertliliengewächses strecken auch schon lang vor dem Frühling ihre Hälse dem Licht entgegen und blühen vielleicht sogar schon ab Anfang Februar. Inzwischen gibt es weit über 200 Arten bei uns. Die insektenfreundlichsten unter ihnen sind aber die ganz einfachen, ungefüllten unter ihnen. Sie weisen einen Nektarwert von 3 („gut“) und einen Pollenwert von 2 („mittel“) auf.  Sobald die Sonne nur ein wenig hervorkommt, öffnen sie ihre zarten Blüten, in denen im Handumdrehen Bienen mit dicken, gelben „Pumphosen“ sitzen werden, um den eiweißreichen Pollen abzutransportieren.

lila Krokusse bühen im März

Biegt sich eine der filigranen Blüten fast bis zum Boden, so sitzt sicher eine Hummelkönigin darin. Wenn sie genug Nahrung findet, wird  sie ganz allein einen neuen Hummelstaat begründen. Diese Pflanze eignet sich im Garten gut zum Verwildern. Darf sie nach der Blüte lang genug stehen bleiben, versamt sie sich zuverlässig und bildet nach wenigen Jahren dichte Teppiche, die im März eine wahre Augenweide sind. Also ist dieser Frühblüher nicht nur insektenfreundlich, sondern wunderschön obendrein. Das Summ- und Brummkonzert gibt es gratis dazu.

Krokus (Crocus vernus)

Blüten im März – Nummer 3

Nun wird es vielleicht ein bisschen kniffliger, es sei denn, du gehörst zu den Gärtnern, die ständig über dieses ausbreitungsfreudige Kreuzblütengewächs jammern und das Internet befragen, wie es denn nur loszuwerden sei. Unsere Antwort wäre schlicht und einfach „aufessen“. Die zarten grünen Blattrosetten kannst du das ganze Jahr ernten und sie schmecken exakt wie die Gartenkresse, die viele im Winter auf der Fensterbank kultivieren. Sicher wächst es auch irgendwo in deinem Garten. Dann solltest du unbedingt mal ein Blättchen probieren und dich selbst von dem tollen Geschmack überzeugen, bevor du zur Hacke greifst.

Schaumkraut, insektenfreundliche Pflanze auch für Schmetterlinge

Aber diese Pflanze ist nicht nur ein schmackhaftes Wildkraut, sondern obendrein insektenfreundlich. Zeitig im Frühjahr zeigt sie ihre kleinen, weißen Blüten. (Nektar- und Pollenwert 1 – „gering“) Der Aurorafalter ist besonders auf sie angewiesen. Die verschiedenen Arten von Schaumkraut sowie die später blühende Knoblauchrauke sind seine bevorzugten Pflanzen zur Eiablage und das Futter für die später schlüpfenden Raupen. In unserem Garten findet sich der Aurorafalter allerdings auch auf dem Lauch-Scheibenschötchen im Kräuterbeet ein, das den anderen kresse- und knoblauchähnlichen Pflanzen in nichts nachzustehen scheint. Auch die Wiesenschaumzikade findet sich auf unserer Märzblüte Nummer 3 häufig ein.

Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta)

Blüten im März – Nummer 4

Unsere Nummer 4 der insektenfreundlichen Pflanzen, die bereits ab Februar oder März blühen, ist ein heimisches Raublattgewächs. Egal, ob in der Variante mit hellgrünen oder gepunkteten Blättern, der Pollen- und Nektarwert liegt jeweils bei 2 („mittel“). Die kleinen rosa- bis lilafarbenen Blüten werden sowohl für Wildbienen als auch für Schmetterlinge als „wichtig“ (1) eingestuft.

Lungenkraut, diese Pflanze blüht am März

Diese Staude ist von alters her als Heilpflanze bekannt und auch heute noch in vielen Husten- und Bronchialtees enthalten. Sie gedeiht gut im Schatten und kann in deinem Garten auch dort ein Plätzchen finden, wo für viele andere Pflanzen sich weniger wohlfühlen würden. Besonders mit der Unterart mit den gefleckten Flecken kannst du so in Schattenbereichen schöne Akzente setzen. Wir meinen, ein weiteres Plus für unsere Märzblüte Nummer 4.

Lungenkraut (Pulmonia sp.)/ Geflecktes Lungenkraut (Pulmonia officinalis)

Blüten im März – Nummer 5

Klein und unscheinbar kommt unsere Nummer 5 daher. Die inneren Werte dieses nur wenige Zentimeter hohen Pflänzchens scheinen aber zu stimmen. So wird der Pollen- und Nektarwert mancherorts mit jeweils 3 („gut“) angegeben, wobei wir an anderer Stelle auch Angaben von jeweils 2 gefunden haben. Wie dem auch sei – diese insektenfreundliche Pflanze blüht vom März bis in den Herbst hinein  und wird unter anderem von der Schuppen-Pelzbiene, der Gemeinen Pelzbiene und auch von Hummeln gut besucht.

Lungenkraut mit Pollen und Nektar ist eine insektenfreundliche Pflanze

Meist findet sie sich von allein im Garten ein und wird als „Unkraut“ achtlos entfernt. Dabei neigt sie nicht zum Wuchern und schadet anderen Pflanzen in deinem Gemüsegarten oder im Staudenbeet ob ihrer geringen Größe überhaupt nicht. Damit ist sie ein Beikraut, das zumindest bei uns gern bleiben darf.

Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)

Blüten im März – Nummer 6

Unsere Nummer sechs beginnt etwa Mitte März zu blühen und zieht mit ihrem üppigen Angebot an Pollen unter anderem Wiesen-, Stein und Baumhummeln an. An geeigneten Standorten bildet sie dichte Teppiche mit unzähligen gelben Blüten. Aber keine Sorge, dass sie deinen Garten überwuchern könnte. Schon kurz nach der Blüte zieht sie sich komplett zurück und verschwindet bis zum nächsten Frühjahr.

Scharbockskraut, die gelben Blüten spenden Nahrung für Insekten

Vor der Blüte ist diese heimische Pflanze zudem ein gesundes Wildkraut und einer der ersten Vitamin-C-Spender im Vorfrühling. Sie war uns einen eigenen Beitrag wert. Wenn du mehr über sie erfahren möchtest, kannst du HIER weiterlesen.

Scharbockskraut (Ranunculus fiscaria)

Blüten im März – Nummer 7

Die nächste Pflanze, die bereits im März ihre Blüten zeigt, fühlt sich bei uns vor allem unter großen, alten Bäumen wohl. Dort breitet sie sich aus und bildet ein buntes Blütenmeer. Die Farben ihrer Blüten reichen von Weiß, über Rosa- und Lilatöne bis hin zu fast schwarzen Exemplaren. Sie sind reich an Pollen und Nektar. So bietet sie Nahrung für eine Vielzahl von Insekten. Verschiedene Hummelarten und vor allem langrüsselige Bienen besuchen die bunten Blüten.

Lerchensporn mit weißen und rosa Blüten im März

Oft lässt sich die gehörnte Mauerbiene an den Blüten beobachten. Der vom Aussterben bedrohte schwarze Apollofalter legt seine Eier auf dieser Pflanze ab und die Raupen ernähren sich von ihren Blättern. In unserem Garten hat dieser Schmetterling sich leider bisher noch nicht eingefunden, aber wer weiß?

Lerchensporn (Corydalis)

Blüten im März – Nummer 8

Unsere Nummer 8 ist eine berühmte heimische Staude. Sie wird in Frühlingsliedern besungen, ein Farbton ist nach ihr benannt und ihr betörender Duft findet sich in zahlreichen Parfüms und anderen kosmetischen Produkten wieder. Aber nicht nur Menschen finden die lilafarbenen Blüten unwiderstehlich, auch etliche Insekten werden von ihnen angezogen.

Veilchen, insektenfreundlich und betörenden Duft im März

Diese Staude, die ab Ende März zu blühen beginnt, lockt unter anderem die Garten- und die Ackerhumnmel an. Ihr Angebot an Pollen ist zwar begrenzt (Pollenwert 1 / „gering“), dafür hat sie einiges an Nektar zu bieten (Nektarwert 2/ „mittel“)

Veilchen (Viola)

Blüten im März – Nummer 9

Kommen wir mal wieder zu einem klassischen Frühblüher, der sich in vielen Gärten findet und mit einem guten Angebot an Nektar und Pollen punkten kann. (Wert jeweils 2/ „mittel“) Das gilt allerdings nur, wenn es dieses Spargelgewächs in seiner ursprünglichen Form ist. Daneben gibt es im Handel auch etliche Zucht- und Hybridformen, die leider zum Teil nicht mehr als insektenfreundlich gelten können.

Blaue Hyazinthen blühen im März, insektenfreundliche Pflanze und ein Hingucker

Neben Hummeln und Wildbienen ist dieser Frühblüher vor allem für den Wollschweber (Bombylus) eine wichtige Nahrungsquelle. Er profitiert davon, dass der Zuckergehalt im Nektar der kleinen blauen Blüten relativ gering ist. Zuviel Zucker kann dazu führen, dass sein langer Rüssel verklebt. An dieser Pflanze aber kann er sich bedenkenlos stärken.

Traubenhyazinthe/ Perlhyazinthe (Muscari)

Blüten im März – Nummer 10

Den Abschluss unserer kleinen Liste bildet ein Blümchen, das wohl jeder kennt. Wenn man es denn lässt, findet es sich von allein im Garten ein und breitet sich in Rasenflächen und Beeten aus. Es bietet zwar nur wenig Nektar und Pollen (Wert jeweils 1/ „gering“), kann aber durchaus einen wichtigen Beitrag im Trachtband leisten.

Weiße und pinke Gänseblümchen sind insektenfreundliche Pflanzen

Diese Pflanze ist zum einen extrem frosttolerant und blüht von März bis in den Oktober oder gar November hinein, zum anderen kommt sie meist in großen Mengen vor. So können die kleinen, weiß-gelben Blüten für Wildbienen und andere Insekten durchaus von Bedeutung sein, sollte es einmal Trachtlücken geben. Es lohnt sich also, sie einfach im Rasen wachsen zu lassen. Darüber hinaus sind ein paar der essbaren kleinen Blüten auch eine schöne und gesunde Beigabe für deinen eigenen Salatteller.

Gänseblümchen (Bellis perennis)

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Auflösung: 10 insektenfreundliche Pflanzen

  1. Schneeglöckchen (Galanthus)
  2. Krokus (Crocus vernus)
  3. Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta)
  4. Lungenkraut (Pulmonia sp.)/ Geflecktes Lungenkraut (Pulmonia officinalis)
  5. Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  6. Scharbockskraut (Ranunculus fiscaria)
  7. Lerchensporn (Corydalis)
  8. Veilchen (Viola)
  9. Traubenhyazinthe/ Perlhyazinthe (Muscari)
  10. Gänseblümchen (Bellis perennis)

Hast du alle erkannt?

Neben den frühblühenden Blumen spielen natürlich auch heimische Sträucher eine wichtige Rolle im Trachtband. So blühen hier im März bereits Weiden, Kornelkirschen und Haselnussbüsche und locken zahlreiche Besucher an. In milden Jahren kann es sein, dass auch die Mirabellen bereits ihre Blüten öffnen. Meist ist das jedoch erst Anfang April der Fall.

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Staudenbeet im Frühjahr – Was ist jetzt zu tun?

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Staudenbeet im Frühjahr – Was ist jetzt zu tun?

Vor einer Woche lag noch hoher Schnee, aber jetzt, Mitte Februar, schnellen die Temperaturen plötzlich in zweistellige Höhen. Auf einmal ist der er da, der Frühling und es wird höchste Zeit, dass wir uns um unser Staudenbeet kümmern. Es handelt sich um ein Beet mit eher fettem Boden, das im Sommer im Halbschatten liegt und mit überwiegend heimischen Stauden bepflanzt ist. Dort blüht vom Frühling bis in den Herbst hinein immer etwas, zu unserer Freude und als Nahrung für zahlreiche Insekten. Das Trachtband in unserem Staudenbeet  beginnt genau jetzt. Was ist also jetzt zu tun am Staudenbeet im Frühjahr?

Staudenbeet im Frühjahr, die Krokusse blühen auf

Das Staudenbeet im Herbst und Winter
– Warum rein gar nichts zu tun war

Gehen wir zunächst mal ein paar Monate zurück. Wie haben wir das Staudenbeet im Herbst für den Winter vorbereitet und wie sah es dann in der kalten Jahreszeit aus? Im Herbst, wenn die letzten Blüten verwelkt sind, das Grün der Stauden sich zurückzieht und die Blätter fallen, räumen sicher viele Gärtner- und Gärtnerinnen ihre Staudenbeete fein säuberlich auf, alles wird abgeschnitten, abgeräumt und geharkt.  Viel Arbeit im Herbst…

Bei uns und in so gut wie jedem anderen Naturgarten ist das nicht so  – ganz im Gegenteil, es war einfach gar nichts zu tun. Die Samenstände der Stauden bleiben bis zum Frühjahr stehen und bieten im Winter sowohl Nahrung für die Vögel als auch Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten. Das Laub wird nicht abgeharkt sondern dient als natürlicher Dünger, Kälteschutz für die Pflanzen, Erosionsschutz für den Boden und Unterschlupf für Tiere. So schlummert das Staudenbeet dann unter einer dicken Mulchschicht, bis zum Vorfrühling.

Das Staudenbeet im Vorfrühling
– Warum jetzt etwas zu tun ist

Spätestens Mitte Februar muss das nicht verrottete Laub bei uns entfernt werden, denn dort, unter der dicken Mulchschicht, erwachen die ersten Frühblüher.  Die Schneeglöckchen und Krokusse treiben bereits aus. Sie müssen nun dringend ans Tageslicht, damit sie ihre Blätter und Blüten entfalten können. Bleiben sie unter den Blättern, werden die kleinen Pflanzen gelb. Einige versuchen schon, aus eigener Kraft ans Licht zu kommen und durchstoßen mit ihren Stängeln einzelne Blätter.

Staudenbeet im Frühjahr, der Mulch wurde entfernt

Wenn das passiert, hast du den richtigen Zeitpunkt zum Abräumen des Mulchs eigentlich schon verpasst. Nur ein wenig früher und es hätte noch wunderbar mit einer Harke funktioniert. Sind die Frühblüher aber schon so richtig im Wachstum, wird es ein bisschen kniffelig. Ausnahmsweise doch mal ganz schön viel Arbeit… So erging es uns dieses Jahr, weil unerwartet der Winter noch einmal mit Schnee und Eis über uns hereingebrochen ist. Als endlich Tauwetter einsetzte, schauten die Krokusse und Schneeglöckchen zum Teil bereits aus der Laubdecke hervor. Nun war Handarbeit gefragt. Alle Blätter mussten vorsichtig aus dem Staudenbeet gepult werden, damit die empfindlichen Frühblüher nicht abknicken.

Aber nach zwei Stunden auf den Knien war es schließlich vollbracht. Unter dem Laub kamen reichlich Blütenknospen zum Vorschein, die bereits kurz vor dem Aufblühen waren. Gerade noch rechtzeitig, denn am nächsten Tag war er schon da, der Frühling!

Das Staudenbeet im Frühjahr – Was ist jetzt zu tun?

Am Morgen nach unserer Staudenbeet-Aufräum-Aktion kamen die Sonne und die Wärme und mit ihnen die ersten Bienen und Zitronenfalter. Genau in diesem Moment öffneten sich die ersten Wildkrokusse und präsentierten ihre dicken Stempel mit dem orange-gelben Pollen.

Die Krokuss und Schneeglöckchen blühen im Staudenbeet auf

Was jetzt zu tun ist? Wir setzen uns mit einem heißen Kaffee in die Sonne und genießen den ersten Frühlingstag. Im Staudenbeet summt es, die Krokusse wippen und die Bienen tragen dicke Pumphosen aus dem gesammelten Pollen mit sich herum. Das zarte blau-lila der Krokusse leuchtet im Sonnenlicht und die Schneeglöckchen läuten das Frühjahr ein. Bald schon werden den ersten Frühlingsboten Tulpen, Perlhyazinthen, Zwergiris, Allium und andere Zwiebelgewächse nachfolgen. Das Trachtband im Staudenbeet beginnt zu fließen. Genuss und wahrlich keine Arbeit, die Blüten kommen ja ganz von allein.

Staudenbeet im Frühjahr – Wie geht es jetzt weiter?

Frühblüher sind neben den jetzt schon blühenden Sträuchern, wie der Haselnuss, ein wichtiger Bestandteil der Insektennahrung rund ums Jahr. Einmal gesetzt, kommen sie jedes Jahr wieder, vermehren sich und wandern mit Glück durch den ganzen Garten. Wichtig bei der Auswahl der Frühblüher ist nur, auf heimische, möglichst ungefüllte Sorten zu achten, die zum Verwildern neigen. Mit einer gefüllten Tulpe oder Narzisse können Insekten wenig bis gar nichts anfangen, weil sie entweder gar keinen Pollen und Nektar enthalten oder diese schwer erreichbar sind. Was natürlich nicht heißen soll, dass in deinem Garten nicht auch mal etwas blühen darf, das du einfach nur hübsch findest.

Laub aus dem Staudenbeet

Unser abgeräumtes Laub aus dem Staudenbeet wandert nun übrigens erst mal auf die fertig vorbereiteten Gemüsebeete. Dort bleibt es bis zu den Aussaaten oder Pflanzungen zum Schutz der nackten Erde vor Erosion und Austrocknung. Zudem verhindert es das Aufkommen von Beikräutern. Wird der Gemüsegarten später im Frühjahr bestellt, finden die letzten Blätter vom Herbst ihre endgültige Ruhestätte auf einem unserer Laub- und Reisighaufen und –wälle, wo sie geschützte Schlafplätze  für Igel und Nistplätze für Vögel schaffen, bis sie schließlich verrotten.

Mein Blattwerk

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Frühblüher zum verwildern, 4 besonder Sorten

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Eisfreie Vogeltränke bauen – Wasser für Wildvögel im Winter

  • Beitrags-Kategorie:Naturgarten

Eisfreie Vogeltränke bauen
– Wasser für Wildvögel im Winter

Fütterst du auch die Wildvögel in deinem Garten? Wenn ja, dann hast du sicher auch eine oder mehrere Vogeltränken bei dir aufgestellt. Aber was, wenn diese im Winter ständig zufrieren? Natürlich kannst du alle paar Stunden wieder neues Wasser nach draußen stellen, das ist aber ziemlich zeitaufwändig. Es gibt auch einen einfachen Weg, wie du ohne Arbeit für mehrere Tage eisfreies Trinkwasser anbieten kannst. Wir zeigen dir, wie du mit ganz einfachen Mitteln eine eisfreie Vogeltränke bauen kannst, damit deine Wildvögel auch im Winter keinen Durst leiden müssen.

Eisfreie Vogeltränke im Winter

Es ist Mitte Januar und draußen ist es klirrekalt. Das erste Mal in diesem Winter haben wir richtigen anhaltenden Frost. Die Wildvögel draußen im Garten brauchen jetzt viel Energie, um sich warmzuhalten.  An unseren Futterstellen im Garten herrscht schon früh morgens in der Dämmerung reger Betrieb, alle warten auf das Frühstück nach der eisigen Nacht. Apropos eisig, die Vogeltränken sind alle zugefroren, nein, sogar richtig durchgefroren. Da hilft auch kein Klopfen und Picken. Ein Blick auf unseren Gartenteich – auch hier eine geschlossene Eisdecke. Keine Chance für die Vögel an das Wasser zu kommen, das sie auch im Winter dringend benötigen. Ich hole erst mal eine Schüssel voll aus dem Haus und überlege mir dann, wie man das effizient lösen könnte… Ich hab’s! Wir bauen uns eine eisfreie Vogeltränke.

Und so geht’s: Was du zum Bauen einer eisfreien Vogeltränke benötigst:

  • Einen hohen Blumentopf mit Loch unten (Ton, Terrakotta o.ä.)
  • Ein Gefäß mit einem größeren Durchmesser als der Blumentopf (oben gemessen), z.B. Porzellan- oder Steingutschale, alter Suppenteller o.ä.
  • Eine Grabkerze
  • Zwei Ziegelsteine o.ä.
  • Ggf. Zweig oder Stein zum Anlanden an der Trinkschale
Bau einer eisfreien Vogeltränke

Der Aufbau der Vogeltränke

Lege die Ziegelsteine mit etwas Abstand auf den Boden und stelle den Blumentopf darauf. Die Steine sorgen dafür, dass von unten Luft in den Topf einströmen kann. Ohne genügend Sauerstoff wird die Kerze schnell wieder ausgehen. Sollte das trotz der Öffnung unten passieren, kannst du für eine bessere Belüftung auch seitlich noch kleine Löcher in den Topf machen. (entweder mit einem geeigneten Bohrer oder vorsichtig mit einem dicken Nagel und einem Hammer)

Stelle dann das brennende Grablicht in den Topf und platziere die mit Wasser gefüllte Trinkschale darüber. Damit die Vögel sie besser anfliegen können, kannst noch einen passenden Zweig oder auch einen großen Stein als Landeplatz hineinlegen.

Brennendes Grablicht für die eisfreie Vogeltränke

Nun musst du ein bisschen abwarten, ob die Entfernung von der Kerze zum Gefäß die richtige ist. Das Wasser soll eisfrei bleiben, darf sich aber nicht erwärmen. Friert es wieder zu, brauchst du einen etwas niedrigeren Topf, wird es warm, entsprechend einen höheren. Da musst du wahrscheinlich etwas rumprobieren, bis alles passt, aber dann sollte das Grablicht die Vogeltränke für mehrere Tage eisfrei halten. Bei uns brennt so eine Kerze in etwa drei bis vier Tage lang, bevor sie erneuert werden muss.

Alles, was dann noch zu tun bleibt, ist die Vogeltränke ab und an mal zu kontrollieren. Brennt die Kerze noch, fehlt Wasser oder muss die Trinkschale gereinigt werden? Dann werden die Wildvögel in deinem Garten mit der eisfreien Vogeltränke und dem richtigen Futter gut über den kalten Winter kommen. Wie du Winterfutter für deine Gartenvögel selber machen kannst, findest du << hier>>

Eichhörnchen an der eisfreien Vogeltränke
Kernbeißer an der eisfreien Vogeltränke

Tipp: Plastikmüll vermeiden, nicht ständig neue Grablichter kaufen

Wenn du der Umwelt noch ein bisschen mehr Gutes tun möchtest, kannst du deine Grablichter wieder auffüllen, anstatt ständig neue zu kaufen. Mit geschmolzenem Wachs, z.B. aus Kerzenresten und einem neuen Docht funktioniert das ganz einfach.

Oder du bastelst dir deine Kerze aus Docht und Wachsresten gleich komplett selbst. Dafür eignet sich jedes schlanke, etwas höheres Glas, Z.B. von einem Pesto oder Gemüsekonserven.  Damit die Flamme nicht ausgeht, sollte das Glas nicht ganz bis oben befüllt werden. Dann bietet Rand genügend Windschutz, ohne dass ein zusätzlicher Deckel vonnöten ist.

Dein Blattwerk

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Mit einem Meisenknödel ist es nicht getan. In diesem Ratgeber finden auch Einsteiger viele Tipps dazu, wie sie ihren Garten vogelfreundlich gestalten und ihren gefiederten Besuchern unter die Flügel greifen können.

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Blattläuse bekämpfen? Abwarten – der Marienkäfer kommt schon!

  • Beitrags-Kategorie:Naturgarten

Blattläuse bekämpfen? Abwarten - der Marienkäfer kommt schon!

Du kommst nichtsahnend in deinen Garten und siehst auf einmal schwarz. Die Rose oder dein Gemüse ist plötzlich voller Blattläuse. Die waren doch gestern noch nicht da! Erst mal durchatmen – kein Grund zur Panik! Du musst sie nicht sofort bekämpfen, keine Pflanze stirbt gleich an ein paar Läusen. Warte einfach ein paar Tage ab – sehr wahrscheinlich werden sich bald die ersten Gartenbesucher mit Appetit auf die kleinen, unerwünschten Biester einfinden. Einer der ersten und hungrigsten ist meist der als Glücksbringer bekannte Marienkäfer, unser heimischer Siebenpunkt.

Blattläuse auf einem Ampfer

Wo der Gärtner nur Schädlinge sieht, sieht der Marienkäfer einen reich gedeckten Tisch

Den Anblick, den hier unser Ampfer bietet, kennt wohl jeder Gärtner aus eigener Erfahrung. Alles voll mit Läusen! Schrecklich! Wie wird man die bloß wieder los? Denk gar nicht erst an den Griff zur Giftspritze, warte erst mal ab und beobachte das Ganze.

Wir haben den Ampfer auch im Auge behalten und  konnten schon nach kurzer Zeit beobachten, wie ganze Scharen von Marienkäfern sich auf den Weg zu den Blattläusen gemacht haben.

Marienkäfer fressen Blattläuse

100 bis 150 Blattläuse vertilgt ein einziger Marienkäfer am Tag. Eine Marienkäferlarve braucht bis zu ihrer Verpuppung um die 500 Läuse, die ihre Hauptnahrung darstellen. Betrachtet man das Ganze so, fragt man sich fast schon, ob die Läuse auf dem Ampfer denn auch reichen werden, um alle satt zu bekommen.

Wir haben in unserem Garten die Erfahrung gemacht, dass die Blattläuse meist ebenso schnell wieder verschwinden wie sie aufgetaucht sind, ohne dass wir aktiv etwas gegen sie unternommen hätten. Trau dich also und gibt der Natur eine Chance – vielleicht löst sich das Blattlausproblem ganz von allein und du kannst in deinem Garten auch ein paar der hübschen Nützlinge bei der Jagd beobachten.

Marienkäfer bei der Paarung

Wie locke ich Marienkäfer in meinen Garten?

Wo Blattläuse zu finden sind, werden  die Marienkäfer auch nicht lange auf sich warten lassen. Den Weg in deinen Garten finden sie ganz von allein. Damit sie sich bei dir auch langfristig wohlfühlen, kannst du aber durchaus etwas tun – oder, genauer gesagt, gerade nicht tun. In einem Garten ohne Gifte und Chemie mit ein paar unaufgeräumten Ecken fühlen sich die kleinen Gartenhelfer am wohlsten. Je mehr von ihnen bei dir gibt, desto weniger wirst du Blattläuse bekämpfen müssen.

Zweimal im  Jahr paaren sich die Marienkäfer, im Frühling und im Herbst. Das Weibchen legt dann etwa 400 Eier an Blattunterseiten oder auch an Baumrinde ab, aus denen schon nach wenigen Tagen die Larven schlüpfen.  Die Herbstgeneration überwintert als Käfer an geschützten Stellen im Garten, wie Laubhaufen, morschem Holz oder Ritzen zwischen Steinen. Um ihnen also gute Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten, darfst du dich wieder mal zurücklehnen und einfach nichts tun.

In deinem Garten dürfen  zum Beispiel gerne ein paar Laubhaufen liegen bleiben. Darin werden neben den Marienkäfern auch viele andere Insekten und vielleicht sogar ein Igel überwintern. Laubsauger und andere Geräte, die im Herbst zu ihrem lautstarken Einsatz kommen, vernichten nicht nur diese potentiellen Winterquartiere, sondern töten alles, was sich bereits darin befindet. Mit einem Verzicht auf solche Geräte schonst du zugleich deine Ohren und  deine tierischen Gartenbewohner. Die Marienkäfer werden dir für eine ungestörte Winterruhe danken, indem sie sich bereits im zeitigen Frühjahr wieder auf die Jagd nach Blattläusen machen und für eine neue Nützlingsgeneration sorgen werden.

Marienkäfer auf einem Apfel

Weitere Möglichkeiten zum Bekämpfen von Blattläusen:

In einem naturnahen Garten kann es viele große und kleine Helfer geben, die Appetit auf Blattläuse haben. Von der Florfliegenlarve bis zu verschiedenen Vogelarten.  Meisen, zum Beispiel, verfüttern während der Aufzucht ihrer Jungen große Mengen an Läusen. Mit dem Anbringen von Nistkästen, einem Angebot an Samenständen, die du nicht abschneidest, dem Pflanzen von heimischen Sträuchern  und natürlich dem Verzicht auf Gifte kannst du deinen Garten vogelfreundlich gestalten.

Wenn du aber das Gefühl hast, dass die Blattläuse auf einer bestimmten Pflanze oder Kultur trotz allem überhand nehmen, kannst du auch mal selber in der Blattlausbekämpfung aktiv werden. Das funktioniert auch ganz ohne Chemie.

Eine ganz einfache Sofortmaßnahme, die oft schon ausreichend wirksam ist, ist das Abspritzen der betroffenen Pflanzen mit einem harten, kalten Wasserstrahl. Lass dabei auch die Blattunterseiten nicht aus. Vielleicht hat sich das Blattlausproblem nach einer ein- bis zweimaligen kalten Dusche bereits erledigt.

Bei anhaltendem, übermäßigem Blattlausbefall kann eine Brennnesselbrühe gute Dienste leisten. Da zahlt es sich doppelt aus, wenn du einige dieser Pflanzen für Schmetterlinge in deinem Garten hast stehen lassen. Für die Brennnesselbrühe gibst du einfach ein paar Hände voll Blätter in ein Gefäß und übergießt sie mit Regenwasser. Am nächsten Tag fischt du die Blätter heraus, füllst die Flüssigkeit in eine Sprühflasche und besprühst die von Läusen befallenen Blätter von allen Seiten. Gegebenenfalls wiederholst du das Ganze nach 14 Tagen noch einmal. Setze dafür dann eine neue Brühe an – sie ist nur für etwa drei Tage wirksam.

Marienkäfer auf einem Stein

Blattläuse bekämpfen macht am meisten Spaß, wenn du dich einfach zurücklehnst und die Marienkäfer bei der Arbeit beobachtest.

Du möchtest mehr über das naturnahe Gärtnern erfahren? <<Hier>> findest du weitere Beiträge.

WeiterlesenBlattläuse bekämpfen? Abwarten – der Marienkäfer kommt schon!

Das Scharbockskraut: Frühe Nahrungsquelle für Insekten plus Vitamin C für dich

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Das Scharbockskraut: Frühe Nahrungsquelle für Insekten plus Vitamin C für dich

Wenn du in deinem Garten etwas für Insekten tun möchtest, ist es wichtig, eine ausgewogene Mischung  heimischer Blühpflanzen anzusiedeln. Das angestrebte Ziel ist ein durchgängiges Trachtband vom Vorfrühling bis in den späten Herbst hinein. Nur wenn zu jeder Zeit ausreichend nektar- und pollenreiche Blüten zur Verfügung stehen, bietet dein Garten den Insekten eine verlässliche Nahrungsgrundlage. Das Scharbockskraut, das bereits im blütenarmen Vorfrühling seine gelbe Pracht zeigt, sollte daher in keinem Garten fehlen. Als Vitamin C – reiches Wildkraut ist nicht nur als Insektenweide sondern auch als Nahrungsergänzung für den Menschen von Nutzen.

Blühendes Scharbockskraut

Gelbe Blüte im Vorfrühling – Scharbockskraut im durchgängigen Trachtband

Im Frühling mit Obstbaumblüte und blühenden Sträuchern oder im Sommer mit blühenden Stauden und Blumen ist der Tisch für Bienen, Hummeln und Co. reichlich gedeckt. Im Vorfrühling, wenn der Garten fast noch im Winterschlaf liegt, sieht das ganz anders aus. Dabei brauchen die Insekten, die bereits früh im Jahr aktiv werden, die Nahrung dringend.

Je Witterung öffnet das Scharbockskraut (ficaria verna) vielleicht sogar schon Ende Februar oder Anfang März seine gelben Blüten und dient mindestens sechs verschiedenen Wildbienenarten, Hummeln und Schwebfliegen als Pollen- und Nektarquelle. An geeigneten Stellen mit feuchtem und nährstoffreichem Boden kann es dichte Teppiche aus grünen Blättern und gelben Blüten bilden, die nicht in der farblosen Vorfrühlingszeit eine wahre Augenweide für den wintermüden Gärtner  und zugleich überlebenswichtig für die früh fliegenden Insekten sind.

Bewachsende Fläche mit Scharbockskraut

Ficaria verna als zuverlässige und pflegeleichte Blühpflanze

Einmal im Garten angesiedelt, benötigt das Scharbockskraut keinerlei Pflege mehr. Die mehrjährige Pflanze kommt jedes Jahr zuverlässig wieder und breitet sich ganz von allein aus. Wenn es im Januar die ersten Blätter zeigt, sind die Bäume, die ihm vielleicht das Licht nehmen könnten, noch nicht belaubt. Es kann mit einzelnen Blattrosetten im Rasen erscheinen, in den noch im Winterschlaf befindlichen Staudenbeeten oder auch im brachliegenden Gemüsebeet.

Lass das Scharbockskraut einfach wachsen und blühen – es wird später aufkommende Pflanzen nicht behindern. Nach der Blüte, spätestens im Mai, verwelken seine Blätter und es zieht sich bis zum nächsten Vorfrühling komplett zurück. Die verwelkten Überreste können als Mulch einfach an Ort und Stelle verbleiben – bis zum Frühsommer wird oberirdisch nichts mehr an eine der ersten Blühpflanzen des Jahres erinnern. Es lohnt sich also, dieser pflegeleichten Pflanze ein Plätzchen in deinem Garten zu reservieren

Vitamin-C- Spender früh im Jahr – Scharbockskraut als essbares Wildkraut

Noch bevor das Scharbockskraut mit seiner gelben Blüte seinen Platz im durchgängigen Trachtband einnimmt, kannst du es als Vitamin C- reiche Salatbeigabe nutzen. Mit seinen tiefgrünen Blättern, die sich ab Januar zeigen, ist es eines der ersten frischen Wildkräuter, die du nach dem Winter sammeln kannst. Ob im Salat, in einer Kräuterbutter oder einem Smoothie – einige Blätter des Scharbockkrauts spenden reichlich Vitamin C und können helfen, die Wintermüdigkeit zu vertreiben.

Es sollte allerdings nur in Maßen genossen und nur VOR der Blüte geerntet werden. 5- 10 frische Blättchen pro erwachsener Person und Tag gelten als ausreichend und unbedenklich, solange das Scharbockskraut noch nicht blüht.

Scharbockskraut vor der Blüte

Der Geschmack sollte zu dieser Zeit leicht säuerlich und feinherb sein.  Direkt vor und während der Blüte wird das Scharbockskraut zunehmend bitter. Das liegt an einer Zunahme des giftigen Inhaltsstoffes Protoanemoin, der bei übermäßigem Verzehr unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Darmreizungen führen kann. Der Geschmack ist also ein guter Indikator dafür, ob du das Scharbockskraut noch verwenden solltest.

Unsere Vorfahren haben es im zeitigen Frühjahr nach langen Wintern mit eher spärlicher, vitaminarmer Kost noch intensiv genutzt. Es galt als (vorbeugendes) Mittel gegen Skorbut. Daher rührt im Übrigen auch der Name „Scharbockskraut“.  „Scharbock“ ist eine alte Bezeichnung für die gefürchtete Vitamin- C- Mangelerscheinung.

Ist das Scharbockskraut denn nun gefährlich für dich?

Wie bei fast allen essbaren Wildkräutern gilt – die Menge macht´s und du musst selbst probieren, was dir schmeckt und was du gut verträgst.  Teste dich mit ein paar Blättchen heran und wenn es dir zusagt und bekommt, kannst du mit dem jungen Scharbockskraut deinen winterlichen Speiseplan um ein tolles Kraut bereichern.

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Baumaterial für eine Totholzhecke und Hühnerverstecke – kostenlos von nebenan

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Baumaterial für eine Totholzhecke und Hühnerverstecke – kostenlos von nebenan

Tannengrün zur Abdeckung von Feuerholz

Nun ist es schon Oktober, die Vogeljungen sind inzwischen flügge geworden und Schnitt-und Fällarbeiten dürfen wieder durchgeführt werden.

Bei unseren lieben Nachbarn ist eine Tanne, die direkt an einer Wand stand, einfach zu groß geworden und sollte aus Sicherheitsgründen weichen. Da trifft es sich, dass wir uns  immer Material zum Bau von weiteren Naturmodulen wie Totholz- oder Benjeshecken wünschen. Also frisch ans Werk! So eine Tanne ist im Nu gefällt und entastet und mit zwei Schubkarren war auch das Grün schnell zu uns transportiert.

Tannenspitze, der kleinste Weihnachtsbaum der Welt

So freuen sich die Nachbarn, dass die Tanne weg und der Garten gleich wieder aufgeräumt ist, ohne dass das Tannengrün aufwändig und teuer entsorgt werden musste. Wir hingegen schauen glücklich auf den großen grünen Berg in unserem Garten, der uns kein Geld und kaum Zeit und Mühe gekostet hat und schmieden Pläne, wie wir all das Material verbauen werden. Obendrauf gab es auch noch den Tannenstamm, der nicht viel, aber sicher genug Brennholz für einen gemütlichen Abend am Feuer liefern wird.

Feuertonne am Abend

Nachbarschaft kann schon etwas Tolles sein. Wenn du dich immer ein bisschen in deiner Umgebung umschaust, bieten sich häufig Gelegenheiten, um an Schönes und Nützliches für den Garten zu kommen. Feldsteine, Stauden, Holzstämme, sogar Gartengeräte und vieles mehr haben wir auf ähnliche Art schon von lieben Menschen geschenkt bekommen. Es muss also nicht immer teuer sein.

Bevor es aber an ein neues Projekt geht, profitieren als erstes die Hühner. Sie bekommen auch etwas von der großen Tanne ab, denn sie lieben es, unter Strauchwerk zu scharren oder sich dort ein Sandbad einzurichten. Also gibt es so etwas wie ein vorgezogenes Hühnerweihnachten mit einer neuen Voliereneinrichtung aus Tannengrün.

Gerade jetzt im Herbst, wo das Blätterdach sich langsam lichtet, sind solche Versteckmöglichkeiten hier bei uns sehr wichtig, weil die Greifvögel sich auch wieder vermehrt zeigen und nach Beute Ausschau halten. Die Hühner erkennen die Gefahr meist recht schnell. Unsere Collar, die Chefin der Truppe, warnt durch einen lauten Ruf, alle Hennen suchen sofort Deckung und verharren vollkommen reglos, bis die Gefahr vorbei zu sein scheint. Ist das Hühnergehege in so einem Fall zu kahl und geeignete Verstecke fehlen, ist die Aufregung groß und alle Hennen laufen laut gackernd durcheinander. Diesen Stress kann man ihnen mit ein paar Ästen leicht ersparen.

Tannengrün von einer Tanne, die abgesägt werden musste

Nach den Weihnachtstagen wandert übrigens auch unser Tannenbaum aus dem Wohnzimmer immer direkt in die Hühnervoliere und bis zum Frühjahr bleibt er draußen meist sogar noch grün, bevor er dann schließlich auch auf einer Totholzhecke seine letzte Ruhestätte findet und anderen Tieren zu Gute kommt. Dreifacher Nutzen, keine Entsorgung – Nachhaltigkeit leicht gemacht.

Nun haben wir aber erstmal Oktober – und das ist für uns die beste Zeit um Fäll-, Schnitt- und eventuelle Aufräumarbeiten im Garten durchzuführen. Rechtlich gesehen hätten wir ja den ganzen Winter Zeit – Aber. Und das ist ein großes Aber. Nicht mehr lang, dann beginnen die Igel ihren Winterschlaf, in Hecken unter Büschen oder Laub. Dabei sollten sie nicht von uns gestört werden. Schon ganz früh im neuen Jahr bekommen dann die Eichhörnchen ihre

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Teichbau Teil 1

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Teichbau Teil 1

Der Aushub für unseren Teich ist geschafft und wir konnten heute das Schutzvlies verlegen. Kormin dachte anscheinend, diese tolle Rolle sei ein neuer Hundeliegeplatz und hat es sich darauf gemütlich gemacht, während er uns beim Arbeiten zusah.

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Gebrauchskunst

Gebrauchskunst

Du fragst dich, was das hier für ein seltsames Objekt ist? Dann warst du sicher noch nie bei der alljährlichen großen Apfelernte in A. dabei. Im dortigen Obstgarten leben immer die Lämmer des Nachbarn, die von Hand aufgezogen werden mussten und die deshalb keinerlei Scheu vor dem Menschen kennen. Die Apfelgarten-Lämmergang verdient sich in jedem Jahr einen neuen Namen. Mal gibt es „Die dreisten Drei“ oder auch „Die verwegenen Vier“, schlimmstenfalls könnte es auch mal „Die wilde 13“ werden. Eines ist auf jeden Fall immer gleich: Egal wie viele Lämmer es sind oder wie sie heißen, die Äpfel geben sie nicht kampflos her. Aus Eimern, Körben und Schubkarren werden die frischgepflückten Früchte sofort wieder herausgeholt. Und komm ja nicht auf die Idee, sogar Äpfel vom Baum zu schütteln. Beim Aufsammeln verlierst du! Die Äpfel sind weg, bevor du auch nur „Aufsammeln“ buchstabiert hast.

Wir haben alles versucht. Volle Schubkarren mit Jacken abdecken? Fehlanzeige, so eine Jacke hat „schaf“ im Nu von der Karre befördert. Selbst einen Erntehelfer komplett für die Aufgabe „Schubkarrensicherheit“ abzustellen, erwies sich als nur semi-erfolgreich. Die im Herbst zur Erntezeit schon nicht mehr so kleinen und durchaus kräftigen Lämmer versuchen sich mit Knuffen und Stoßen an allem vorbeizudrängeln, was zwischen ihnen und ihren heißbegehrten Äpfeln steht – und wenn sie dann noch von allen Seiten kommen, ist ein Mensch allein so gut wie machtlos.

Und hier kommt nun das abgebildete Kunstobjekt zum Einsatz: die „Apfelbaumattrappe in ergonomisch  angepasster Erntehöhe für das Dithmarscher Schwarzkopfschaf“, an der unser Ingenieur lange getüftelt hat. Sie verschafft dem menschlichen Apfelernter ein Zeitfenster von mehr oder minder exakt zwei Minuten für die Durchführung einer wohlgeplanten, schnellen Ernteaktion. Für diese Zeitspanne sind die Lämmer mit dem Abernten der Attrappe beschäftigt. Nach Ablauf der zwei Minuten muss die Apfelbaumatrappe zunächst wieder neu bestückt werden, um dann eine weitere Blitzaktion durchführen zu können.

Glaub mir, nach dieser Art der Apfelernte weißt du unsere Erfindung zu schätzen und am Abend weißt du auch, was du getan hast – am nächsten Tag wahrscheinlich auch noch. Muskelkater vom Rennen aber auch vom Lachen garantiert!

Video folgt

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Wo versteckt sich das Feldhasenbaby?

Wo versteckt sich das Feldhasenbaby?

Wo verstecken sich denn Feldhasenbabys? Mama Feldhase kommt morgens und abends in der Dämmerung vorbei, um ihre Jungen zu säugen. Dann kommen sie alle aus ihren Verstecken hervor, in denen sie sich den Tag über fast reglos verharrend aufgehalten haben. Meistens sind sie sehr gut getarnt in hohem Gras, einem Laubhaufen oder auch mal unter einem am Boden liegenden Ast. Eigentlich bekamen wir nur dann mal eins der Feldhasenbabys in unserem Garten zu Gesicht, wenn Kormin, unser großer schwarzer Hund uns darauf aufmerksam gemacht hat. Setzte er sich plötzlich und unvermittelt irgendwo aufrecht auf die Wiese und begann leise zu fiepsen, dann hatte er ein Hasenbaby entdeckt. Selbst dann mussten wir noch ganz genau hinschauen, um es zu entdecken und aus gebührender Entfernung vielleicht mal ein Foto machen zu können.

Aber einen der kleinen Hasen haben wir ganz alleine ohne unsere Spürnase gefunden. Das kreative Hasenkind hatte sich nämlich ein ganz spezielles Versteck auserkoren…

Wo versteckt sich denn nun das Feldhasenbaby?

Die richtige Antwort heißt hier: auf dem Baum natürlich!

Ja, tatsächlich auf dem alten Ahorn, in einer für einen so kleinen Hasen doch schon recht großen Höhe hatte er es sich bequem gemacht. Und das Versteck war wohl ziemlich gut. Kormin zumindest hat den kleinen Hasen diesmal nicht bemerkt, obwohl er direkt an ihm vorbeigelaufen ist. Wenn du genau hinschaust, kannst du seine Schwanzspitze links am Bildrand sehen.

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Das Lauch-Scheibenschötchen – Würzkraut mit Blütenpracht

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Das Lauch-Scheibenschötchen - Würzkraut mit Blütenpracht

Das Lauch-Scheibenschötchen (Peltaria alliacea)

Auch als (Balkan-)Knoblauch-Kresse bekannt. Oder vielleicht auch nicht?

Wir zumindest kannten diese Pflanze mit dem seltsamen Namen nicht, bis wir sie 2017 in einem Pflanzenkatalog entdeckt haben. Die Beschreibung klang wirklich vielversprechend – ein Würzkraut mit knoblauchähnlichem Geschmack, ausdauernd, auch im Winter grün und quasi ganzjährig zu beernten. Das passt doch in unser Kräuterbeet, dachten wir uns und wenig später durfte es dann bereits dort einziehen.

Die Austriebe im Frühjahr erscheinen in einer hübschen Lilafärbung. Zu dieser Zeit sind die Blätter auch am zartesten und geben Salaten und Kräuterquarks oder – dips eine milde Note von Knoblauch, Kresse und Senf. Auch über eine Tomatensuppe gestreut oder für ein Kräutersalz oder-pesto eignen sich die Blätter hervorragend. Zum Kochen würden wir es eher nicht empfehlen. Bei unseren Versuchen mit Gemüsepfannen, Suppen, Soßen und Eintöpfen hatten wir den Eindruck, dass sich der Knoblauchgeschmack beim Garen fast vollständig verliert.

Im Frühsommer färben sich die Blätter zunehmend grün und verändern auch ein wenig ihre Form, bis das Lauch-Scheibenschötchen dann Ende Mai/ Anfang Juni zu blühen beginnt. Die Blüte ist wirklich spektakulär und dauert bis in den Juli an. Wenn im Kräuterbeet zeitgleich Schnittlauch und Salbei ihre lilafarbenen Blüten zeigen, ergibt sich ein schönes Farbenspiel.

Unzählige Insekten besuchen die Blüten und zu unserer großen Freude ist auch der Aurorafalter darunter, der eigentlich auf Wiesenschaumkraut und Knoblauchrauke spezialisiert ist. Anscheinend sieht er das Lauch-Scheibenschötchen als willkommene Ergänzung seines Speiseplans, auch wenn es sich nicht um eine heimische Pflanze handelt.

Nach der Blüte wird dann deutlich, was es mit dem Namensteil „Scheibenschötchen“ auf sich hat. Die Samenschoten sind wirklich scheibenförmig, rund und flach. Bei uns hat sich das Lauch-Scheibenschötchen bereits nach dem ersten Jahr selbst ausgesamt, sodass wir im folgenden Frühjahr schon ein paar Jungpflanzen verschenken konnten. Die Vermehrung geschieht aber in Maßen, also keine Sorge, dass es im Handumdrehen dein ganzes Kräuterbeet erobern könnte.

In der Pflanzenbeschreibung zum Lauch-Scheibenschötchen haben wir gelesen, dass es nach der Blüte zunächst seine Blätter verlieren und  dann nach einiger Zeit neu austreiben würde. Bei uns war das noch nie der Fall, aber falls du es in deinem Garten anpflanzt und es plötzlich abzusterben scheint, darfst du wohl unbesorgt sein.

Im Winter bleibt es tatsächlich grün und kann weiterhin beerntet werden, so dass es auch dann ein paar Vitamine und Mineralien aus dem Garten gibt, wenn nicht viel frisches Gemüse zur Verfügung steht.

Unser Fazit zum Lauch-Scheibenschötchen: Für uns persönlich punktet das Lauch-Scheibenschötchen vor allem mit seiner schönen, langandauernden Blüte. Kulinarisch gesehen, ist es schon eine Bereicherung, vornehmlich im Winter und im zeitigen Frühjahr, aber später, wenn auch andere Pflanzen mit einem deutlich intensiveren Knoblauchgeschmack wie Rockenbolle oder Chinesischer Lauch zur Verfügung stehen, kommen zumindest hier bei uns die Blätter des Lauch-Scheibenschötchens eher seltener auf den Teller.

Deine Blattwerker

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