Einen Teich anlegen, Totholz im Garten nutzen, Frühblüher stecken, alles zu Thema naturnahe Gartengestaltung

10 insektenfreundliche Pflanzen – Was blüht im März

  • Beitrags-Kategorie:Naturgarten

10 insektenfreundliche Pflanzen
-Was blüht im März-

Im März, wenn der Frühling langsam Einzug hält, sehnt sich nicht nur das Auge des Gärtners nach den ersten Farben, die das triste Grau der Wintermonate ablösen. An den sonnigen Tagen sind auch schon Insekten unterwegs, die ersten Bienen summen, die Hummelköniginnen kommen aus ihrem Winterquartier, um einen neuen Staat zu gründen und auch die Zitronenfalter schwirren bereits durch den Garten. Nun wird es Zeit, dass das durchgängige Trachtband Fahrt aufnimmt. Es braucht Blüten im März und zwar insektenfreundliche Pflanzen, die den überlebenswichtigen Nektar und Pollen enthalten.

Hummel auf einem blühenden Lerchensporn, insektenfreundliche Pflanzen

Aber welche Pflanzen, die bereits so zeitig im Frühjahr blühen, sind denn wirklich insektenfreundlich? Die beim Menschen so beliebte Forsythie ist es nicht. Ihre gelbe Farbe lockt zwar Insekten an, bietet ihnen aber keine Nahrung. Sie ist eine regelrechte Mogelpackung. Die Narzisse ist es auch nicht oder zumindest nicht wirklich. Wenn sie überhaupt Nektar und Pollen enthält, ist er für die hungrigen Insekten nur schwer, bis gar nicht erreichbar.

Wir haben für dich 10 insektenfreundliche Pflanzen zusammengestellt, die in unserem Garten bereits im März blühen und fast ausschließlich als heimisch gelten. Natürlich gibt es noch weitaus mehr tolle und nützliche Frühblüher und auch bei uns ist immer noch viel Luft nach oben. Aber schau mal, ob du unsere 10 Blüten im März erkennst! Die Auflösung findest du am Ende des Beitrags.

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Blüten im März – Nummer 1

Fangen wir mit einem der bekanntesten Frühblüher an. Wer kennt sie nicht, diese Blümchen, die meist die frühesten der frühen sind? Übrigens ein Amaryllisgewächs. Je nach Wetter und Standort blühen sie bereits im Januar und dann bis in den April hinein. Etwa 20 Arten gelten bei uns als heimisch. Für die Insekten haben sie trotz ihrer kleinen Blüten schon einiges zu bieten. Sowohl der Pollen-, als auch der Nektarwert liegt bei 2, was dem Mittel des Möglichen entspricht. Dennoch wird die Bedeutung dieser insektenfreundlichen Pflanze für Wildbienen als 2 eingestuft, was in diesem Fall „sehr wichtig“ bedeutet.

Schneeglöckchen die ersten insektenfreundlichen Pflanzen, die blühen

Lässt du diese Pflanzen stehen, bis die Blätter richtig gelb sind und sich Samenkapseln ausgebildet haben, wird sie sich in deinem Garten nicht nur durch Zwiebelteilung vermehren. Wenn sie sich versamen darf, kannst du dich im nächsten Jahr über umso mehr der kleinen weißen Blüten freuen.

Schneeglöckchen (Galanthus)

Blüten im März – Nummer 2

Richtig schwierig wird es jetzt sicher auch noch nicht. Die Zwiebelchen dieses Schwertliliengewächses strecken auch schon lang vor dem Frühling ihre Hälse dem Licht entgegen und blühen vielleicht sogar schon ab Anfang Februar. Inzwischen gibt es weit über 200 Arten bei uns. Die insektenfreundlichsten unter ihnen sind aber die ganz einfachen, ungefüllten unter ihnen. Sie weisen einen Nektarwert von 3 („gut“) und einen Pollenwert von 2 („mittel“) auf.  Sobald die Sonne nur ein wenig hervorkommt, öffnen sie ihre zarten Blüten, in denen im Handumdrehen Bienen mit dicken, gelben „Pumphosen“ sitzen werden, um den eiweißreichen Pollen abzutransportieren.

lila Krokusse bühen im März

Biegt sich eine der filigranen Blüten fast bis zum Boden, so sitzt sicher eine Hummelkönigin darin. Wenn sie genug Nahrung findet, wird  sie ganz allein einen neuen Hummelstaat begründen. Diese Pflanze eignet sich im Garten gut zum Verwildern. Darf sie nach der Blüte lang genug stehen bleiben, versamt sie sich zuverlässig und bildet nach wenigen Jahren dichte Teppiche, die im März eine wahre Augenweide sind. Also ist dieser Frühblüher nicht nur insektenfreundlich, sondern wunderschön obendrein. Das Summ- und Brummkonzert gibt es gratis dazu.

Krokus (Crocus vernus)

Blüten im März – Nummer 3

Nun wird es vielleicht ein bisschen kniffliger, es sei denn, du gehörst zu den Gärtnern, die ständig über dieses ausbreitungsfreudige Kreuzblütengewächs jammern und das Internet befragen, wie es denn nur loszuwerden sei. Unsere Antwort wäre schlicht und einfach „aufessen“. Die zarten grünen Blattrosetten kannst du das ganze Jahr ernten und sie schmecken exakt wie die Gartenkresse, die viele im Winter auf der Fensterbank kultivieren. Sicher wächst es auch irgendwo in deinem Garten. Dann solltest du unbedingt mal ein Blättchen probieren und dich selbst von dem tollen Geschmack überzeugen, bevor du zur Hacke greifst.

Schaumkraut, insektenfreundliche Pflanze auch für Schmetterlinge

Aber diese Pflanze ist nicht nur ein schmackhaftes Wildkraut, sondern obendrein insektenfreundlich. Zeitig im Frühjahr zeigt sie ihre kleinen, weißen Blüten. (Nektar- und Pollenwert 1 – „gering“) Der Aurorafalter ist besonders auf sie angewiesen. Die verschiedenen Arten von Schaumkraut sowie die später blühende Knoblauchrauke sind seine bevorzugten Pflanzen zur Eiablage und das Futter für die später schlüpfenden Raupen. In unserem Garten findet sich der Aurorafalter allerdings auch auf dem Lauch-Scheibenschötchen im Kräuterbeet ein, das den anderen kresse- und knoblauchähnlichen Pflanzen in nichts nachzustehen scheint. Auch die Wiesenschaumzikade findet sich auf unserer Märzblüte Nummer 3 häufig ein.

Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta)

Blüten im März – Nummer 4

Unsere Nummer 4 der insektenfreundlichen Pflanzen, die bereits ab Februar oder März blühen, ist ein heimisches Raublattgewächs. Egal, ob in der Variante mit hellgrünen oder gepunkteten Blättern, der Pollen- und Nektarwert liegt jeweils bei 2 („mittel“). Die kleinen rosa- bis lilafarbenen Blüten werden sowohl für Wildbienen als auch für Schmetterlinge als „wichtig“ (1) eingestuft.

Lungenkraut, diese Pflanze blüht am März

Diese Staude ist von alters her als Heilpflanze bekannt und auch heute noch in vielen Husten- und Bronchialtees enthalten. Sie gedeiht gut im Schatten und kann in deinem Garten auch dort ein Plätzchen finden, wo für viele andere Pflanzen sich weniger wohlfühlen würden. Besonders mit der Unterart mit den gefleckten Flecken kannst du so in Schattenbereichen schöne Akzente setzen. Wir meinen, ein weiteres Plus für unsere Märzblüte Nummer 4.

Lungenkraut (Pulmonia sp.)/ Geflecktes Lungenkraut (Pulmonia officinalis)

Blüten im März – Nummer 5

Klein und unscheinbar kommt unsere Nummer 5 daher. Die inneren Werte dieses nur wenige Zentimeter hohen Pflänzchens scheinen aber zu stimmen. So wird der Pollen- und Nektarwert mancherorts mit jeweils 3 („gut“) angegeben, wobei wir an anderer Stelle auch Angaben von jeweils 2 gefunden haben. Wie dem auch sei – diese insektenfreundliche Pflanze blüht vom März bis in den Herbst hinein  und wird unter anderem von der Schuppen-Pelzbiene, der Gemeinen Pelzbiene und auch von Hummeln gut besucht.

Lungenkraut mit Pollen und Nektar ist eine insektenfreundliche Pflanze

Meist findet sie sich von allein im Garten ein und wird als „Unkraut“ achtlos entfernt. Dabei neigt sie nicht zum Wuchern und schadet anderen Pflanzen in deinem Gemüsegarten oder im Staudenbeet ob ihrer geringen Größe überhaupt nicht. Damit ist sie ein Beikraut, das zumindest bei uns gern bleiben darf.

Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)

Blüten im März – Nummer 6

Unsere Nummer sechs beginnt etwa Mitte März zu blühen und zieht mit ihrem üppigen Angebot an Pollen unter anderem Wiesen-, Stein und Baumhummeln an. An geeigneten Standorten bildet sie dichte Teppiche mit unzähligen gelben Blüten. Aber keine Sorge, dass sie deinen Garten überwuchern könnte. Schon kurz nach der Blüte zieht sie sich komplett zurück und verschwindet bis zum nächsten Frühjahr.

Scharbockskraut, die gelben Blüten spenden Nahrung für Insekten

Vor der Blüte ist diese heimische Pflanze zudem ein gesundes Wildkraut und einer der ersten Vitamin-C-Spender im Vorfrühling. Sie war uns einen eigenen Beitrag wert. Wenn du mehr über sie erfahren möchtest, kannst du HIER weiterlesen.

Scharbockskraut (Ranunculus fiscaria)

Blüten im März – Nummer 7

Die nächste Pflanze, die bereits im März ihre Blüten zeigt, fühlt sich bei uns vor allem unter großen, alten Bäumen wohl. Dort breitet sie sich aus und bildet ein buntes Blütenmeer. Die Farben ihrer Blüten reichen von Weiß, über Rosa- und Lilatöne bis hin zu fast schwarzen Exemplaren. Sie sind reich an Pollen und Nektar. So bietet sie Nahrung für eine Vielzahl von Insekten. Verschiedene Hummelarten und vor allem langrüsselige Bienen besuchen die bunten Blüten.

Lerchensporn mit weißen und rosa Blüten im März

Oft lässt sich die gehörnte Mauerbiene an den Blüten beobachten. Der vom Aussterben bedrohte schwarze Apollofalter legt seine Eier auf dieser Pflanze ab und die Raupen ernähren sich von ihren Blättern. In unserem Garten hat dieser Schmetterling sich leider bisher noch nicht eingefunden, aber wer weiß?

Lerchensporn (Corydalis)

Blüten im März – Nummer 8

Unsere Nummer 8 ist eine berühmte heimische Staude. Sie wird in Frühlingsliedern besungen, ein Farbton ist nach ihr benannt und ihr betörender Duft findet sich in zahlreichen Parfüms und anderen kosmetischen Produkten wieder. Aber nicht nur Menschen finden die lilafarbenen Blüten unwiderstehlich, auch etliche Insekten werden von ihnen angezogen.

Veilchen, insektenfreundlich und betörenden Duft im März

Diese Staude, die ab Ende März zu blühen beginnt, lockt unter anderem die Garten- und die Ackerhumnmel an. Ihr Angebot an Pollen ist zwar begrenzt (Pollenwert 1 / „gering“), dafür hat sie einiges an Nektar zu bieten (Nektarwert 2/ „mittel“)

Veilchen (Viola)

Blüten im März – Nummer 9

Kommen wir mal wieder zu einem klassischen Frühblüher, der sich in vielen Gärten findet und mit einem guten Angebot an Nektar und Pollen punkten kann. (Wert jeweils 2/ „mittel“) Das gilt allerdings nur, wenn es dieses Spargelgewächs in seiner ursprünglichen Form ist. Daneben gibt es im Handel auch etliche Zucht- und Hybridformen, die leider zum Teil nicht mehr als insektenfreundlich gelten können.

Blaue Hyazinthen blühen im März, insektenfreundliche Pflanze und ein Hingucker

Neben Hummeln und Wildbienen ist dieser Frühblüher vor allem für den Wollschweber (Bombylus) eine wichtige Nahrungsquelle. Er profitiert davon, dass der Zuckergehalt im Nektar der kleinen blauen Blüten relativ gering ist. Zuviel Zucker kann dazu führen, dass sein langer Rüssel verklebt. An dieser Pflanze aber kann er sich bedenkenlos stärken.

Traubenhyazinthe/ Perlhyazinthe (Muscari)

Blüten im März – Nummer 10

Den Abschluss unserer kleinen Liste bildet ein Blümchen, das wohl jeder kennt. Wenn man es denn lässt, findet es sich von allein im Garten ein und breitet sich in Rasenflächen und Beeten aus. Es bietet zwar nur wenig Nektar und Pollen (Wert jeweils 1/ „gering“), kann aber durchaus einen wichtigen Beitrag im Trachtband leisten.

Weiße und pinke Gänseblümchen sind insektenfreundliche Pflanzen

Diese Pflanze ist zum einen extrem frosttolerant und blüht von März bis in den Oktober oder gar November hinein, zum anderen kommt sie meist in großen Mengen vor. So können die kleinen, weiß-gelben Blüten für Wildbienen und andere Insekten durchaus von Bedeutung sein, sollte es einmal Trachtlücken geben. Es lohnt sich also, sie einfach im Rasen wachsen zu lassen. Darüber hinaus sind ein paar der essbaren kleinen Blüten auch eine schöne und gesunde Beigabe für deinen eigenen Salatteller.

Gänseblümchen (Bellis perennis)

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Hast du noch eine Ecke im Garten, die im Frühjahr etwas Farbe vertragen könnte? Wie wäre es mit einer Aussaat von Schlüsselblumen, Schachbrettblumen, wilden Stiefmütterchen oder sogar betörend riechenden Duftveilchen? Dieses Samen-Set mit vier besonderen Blumensorten bringt den Frühling in deinen Garten.

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Auflösung: 10 insektenfreundliche Pflanzen

  1. Schneeglöckchen (Galanthus)
  2. Krokus (Crocus vernus)
  3. Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta)
  4. Lungenkraut (Pulmonia sp.)/ Geflecktes Lungenkraut (Pulmonia officinalis)
  5. Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  6. Scharbockskraut (Ranunculus fiscaria)
  7. Lerchensporn (Corydalis)
  8. Veilchen (Viola)
  9. Traubenhyazinthe/ Perlhyazinthe (Muscari)
  10. Gänseblümchen (Bellis perennis)

Hast du alle erkannt?

Neben den frühblühenden Blumen spielen natürlich auch heimische Sträucher eine wichtige Rolle im Trachtband. So blühen hier im März bereits Weiden, Kornelkirschen und Haselnussbüsche und locken zahlreiche Besucher an. In milden Jahren kann es sein, dass auch die Mirabellen bereits ihre Blüten öffnen. Meist ist das jedoch erst Anfang April der Fall.

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Baumaterial für eine Totholzhecke und Hühnerverstecke – kostenlos von nebenan

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Baumaterial für eine Totholzhecke und Hühnerverstecke – kostenlos von nebenan

Tannengrün zur Abdeckung von Feuerholz

Nun ist es schon Oktober, die Vogeljungen sind inzwischen flügge geworden und Schnitt-und Fällarbeiten dürfen wieder durchgeführt werden.

Bei unseren lieben Nachbarn ist eine Tanne, die direkt an einer Wand stand, einfach zu groß geworden und sollte aus Sicherheitsgründen weichen. Da trifft es sich, dass wir uns  immer Material zum Bau von weiteren Naturmodulen wie Totholz- oder Benjeshecken wünschen. Also frisch ans Werk! So eine Tanne ist im Nu gefällt und entastet und mit zwei Schubkarren war auch das Grün schnell zu uns transportiert.

Tannenspitze, der kleinste Weihnachtsbaum der Welt

So freuen sich die Nachbarn, dass die Tanne weg und der Garten gleich wieder aufgeräumt ist, ohne dass das Tannengrün aufwändig und teuer entsorgt werden musste. Wir hingegen schauen glücklich auf den großen grünen Berg in unserem Garten, der uns kein Geld und kaum Zeit und Mühe gekostet hat und schmieden Pläne, wie wir all das Material verbauen werden. Obendrauf gab es auch noch den Tannenstamm, der nicht viel, aber sicher genug Brennholz für einen gemütlichen Abend am Feuer liefern wird.

Feuertonne am Abend

Nachbarschaft kann schon etwas Tolles sein. Wenn du dich immer ein bisschen in deiner Umgebung umschaust, bieten sich häufig Gelegenheiten, um an Schönes und Nützliches für den Garten zu kommen. Feldsteine, Stauden, Holzstämme, sogar Gartengeräte und vieles mehr haben wir auf ähnliche Art schon von lieben Menschen geschenkt bekommen. Es muss also nicht immer teuer sein.

Bevor es aber an ein neues Projekt geht, profitieren als erstes die Hühner. Sie bekommen auch etwas von der großen Tanne ab, denn sie lieben es, unter Strauchwerk zu scharren oder sich dort ein Sandbad einzurichten. Also gibt es so etwas wie ein vorgezogenes Hühnerweihnachten mit einer neuen Voliereneinrichtung aus Tannengrün.

Gerade jetzt im Herbst, wo das Blätterdach sich langsam lichtet, sind solche Versteckmöglichkeiten hier bei uns sehr wichtig, weil die Greifvögel sich auch wieder vermehrt zeigen und nach Beute Ausschau halten. Die Hühner erkennen die Gefahr meist recht schnell. Unsere Collar, die Chefin der Truppe, warnt durch einen lauten Ruf, alle Hennen suchen sofort Deckung und verharren vollkommen reglos, bis die Gefahr vorbei zu sein scheint. Ist das Hühnergehege in so einem Fall zu kahl und geeignete Verstecke fehlen, ist die Aufregung groß und alle Hennen laufen laut gackernd durcheinander. Diesen Stress kann man ihnen mit ein paar Ästen leicht ersparen.

Tannengrün von einer Tanne, die abgesägt werden musste

Nach den Weihnachtstagen wandert übrigens auch unser Tannenbaum aus dem Wohnzimmer immer direkt in die Hühnervoliere und bis zum Frühjahr bleibt er draußen meist sogar noch grün, bevor er dann schließlich auch auf einer Totholzhecke seine letzte Ruhestätte findet und anderen Tieren zu Gute kommt. Dreifacher Nutzen, keine Entsorgung – Nachhaltigkeit leicht gemacht.

Nun haben wir aber erstmal Oktober – und das ist für uns die beste Zeit um Fäll-, Schnitt- und eventuelle Aufräumarbeiten im Garten durchzuführen. Rechtlich gesehen hätten wir ja den ganzen Winter Zeit – Aber. Und das ist ein großes Aber. Nicht mehr lang, dann beginnen die Igel ihren Winterschlaf, in Hecken unter Büschen oder Laub. Dabei sollten sie nicht von uns gestört werden. Schon ganz früh im neuen Jahr bekommen dann die Eichhörnchen ihre

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Totholz im Garten – Alles andere als „tot“

  • Beitrags-Kategorie:Naturgarten

Totholz im Garten – Alles andere als „tot“

„Totholz“ ist eigentlich ein irreführender Begriff, denn vergehende Bäume, Stämme, Äste, Zweige und Wurzeln bedeuten Leben pur. Auf die Frage: „Was lebt denn in und vom Totholz“, kann man mit der Gegenfrage: „Was denn nicht?“ antworten. Vielen Insekten dient es als Kinderstube oder Winterquartier, Vögel finden darin Nahrung, Unterschlupf und Nistplätze, Igeln bietet es neben ihrer Nahrung, den Insekten, in der Sicherheit und Wärme des sich zersetzenden Holzes Tagesschlafplätze und Winterquartiere.

Auch andere Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien nutzen die geschützten Bereiche in liegendem Totholz. Pilze, Moose und Flechten können sich ansiedeln, das Mikroklima wird positiv beeinflusst, Feuchtigkeit im Boden gehalten – der Nutzen von Totholz ist essentiell für die komplexen Kreisläufe in der Natur. In der freien Natur wird es allerdings immer weniger. Aufgeräumte Wälder und Landschaften entziehen der Fauna zunehmend den Lebensraum. Wenn das noch nicht genügend Gründe sind, in seinem Garten Bereiche mit Totholz zu schaffen, gibt es wenigstens zwei weitere Argumente.  Zum einen kannst du dir mit gutem Gewissen die Entsorgung von anfallendem Astschnitt sparen und zum anderen kann Totholz im Garten wunderschön sein. Den gestalterischen Möglichkeiten, es nutzbringend und zugleich dekorativ im Garten zu platzieren sind keine Grenzen gesetzt. Hier einige Beispiele aus unserem Garten.

Vielleicht auf den ersten Blick etwas „unordentlich“ wirkt ein locker geschichteter Reisighaufen mit vielen Hohlräumen, den du vielleicht an einer weniger prominenten Stelle im Garten platzieren kannst. Wichtig ist, dass das Holz dort möglichst lange unberührt liegen kann. Wenn der Astabschnitt nur über den Winter bis in den Mai liegen bleibt, kann zwar der Igel dort ungestört seinen Winterschlaf halten, aber eventuell darin befindliche Insektenbrut braucht längere Zeit, bis zum Schlüpfen und Heranwachsen. Drei bis fünf Jahre dauert es zum Beispiel, bis sich ein Nashornkäfer von der Larve über den Engerling zum erwachsenen Tier entwickelt hat. In dieser Zeit  lebt er vom und im Mulm, also dem bereits fast vollständig zersetzten Holz. In der Zwischenzeit freut sich vielleicht der Zaunkönig jedes Jahr über einen geeigneten Nistplatz in einem der Hohlräume.

Ein Sichtschutz aus Totholz, wie wir ihn an der einzigen kleinen Straße, die an unserem Gelände vorbeiführt, errichtet haben, ist nicht nur kostengünstig, sondern zeigt je nach Jahreszeit, Wetter und Lichtverhältnissen ein ganz anderes Gesicht. Nasses Holz, das in der Sonne funkelt, kleine Eiskristalle im Winter, vielfältige Farben an einem heißen Sommertag, immer ist die Wirkung eine andere.

Geht man ein wenig näher heran, zeigen sich die vielfältigen Farben und Strukturen der unterschiedlichen Holzarten. Ebenso vielfältig sind auch die jeweiligen Nutzer. Manche Insekten bevorzugen Laub-, andere Nadelholz, wieder andere sind auf bestimmt Baumarten spezialisiert. Kaum möglich, sich alle Bedürfnisse im Einzelnen zu merken, also bieten wir doch von jedem etwas an – die Tiere werden schon selber wissen, was ihnen zusagt.

Gehen wir noch ein wenig näher heran, kannst du sehen, was für interessante Spuren die Insekten auf dem Holz hinterlassen, fast schon kleine Kunstwerke. Spannend wie ein Krimi liest es sich, was an einem vergehenden Baum vor sich geht, bis er irgendwann nach Jahren oder Jahrzehnten vollständig zu Humus zersetzt worden ist. Den „Schlüsseldienst“ leisten die holzaufschließenden Tiere, wie Spechte und diejenigen Insekten, die Löcher in das Holz bohren und es dadurch erst ermöglichen, dass Pilze und Bakterien durch die zuvor unüberwindliche Rinde eindringen können, um weitere Zersetzungsprozesse in Gang zu setzen. Dadurch eröffnet sich wiederum für andere Arten der Zugang zu Nahrung und Lebensraum. Einer nach dem anderen besiedelt den jeweils neu entstandenen Raum, bis am Ende die Pflanzen von dem übriggebliebenen, nährstoffreichen Humus profitieren können.

ein mächtiger Stumpf einer Esche
Pilze wachsen auf einem toten Eschenstumpf

Hier siehst du ein Stück des Stammes einer alten Esche, die in einem Sturm umgestürzt ist – einmal am Tag ihres „Einzugs“ in unseren Garten und dann ein Jahr später. In der Zwischenzeit waren die Spechte schon eifrig am Werk und auch einen Kleiber konnten wir mehrfach beim Picken an Rinde und Bruchkanten beobachten, genau wie Wespen, die sich dort wahrscheinlich mit Material zum Nestbau versorgt haben. Im zweiten Herbst zeigten sich die Fruchtkörper von unterschiedlichen Pilzen, die das Holz inzwischen besiedelt hatten. Schon spannend zu beobachten, was an einem solchen Stück Totholz so alles vor sich geht.

Gartendekoration mit Holz und Steinen
Rote Tulpen vor einem Totholz-Modul

Je nachdem, ob Totholz in der Sonne oder im Schatten platziert ist, finden sich unterschiedliche Bewohner und Besucher ein. So mögen es beispielsweise Reptilien eher warm und trocken, während sich Erdkröten eher in kühlen, feuchten Bereichen wohlfühlen. So ist es auch bei den verschiedenen Insekten. Wenn du eine bestimmte Art in deinem Garten beobachtest, kannst du ja mal recherchieren, mit welchem Angebot du ihre Lebens- und Überlebensbedingungen verbessern könnest.

Rankhilfe aus Baumstämmen
Rosafarbend, Rosenblüte an einer Rankhilfe

An anderen Stellen im Garten verwenden wir stehendes Totholz als Rankhilfen für verschiedene Wild- und Nutzpflanzen. Solange das Holz noch stabil genug ist, können sowohl Wildrosen als auch Stangenbohnen daran emporklettern. Der Wall darunter beherbergt übrigens unser „unsichtbares“ Totholz. Diese Wälle dienen dazu, das Gelände zu strukturieren und unterschiedliche Räume zu schaffen. Dazu schichten wir zunächst Strauchabschnitt und herabgefallene Äste am Boden auf. Anschließend werden diese mit Laub und den gejäteten Beikräutern aus dem Gemüsegarten abgedeckt.

Grasschnitt und Laub zum kompostieren
Zucht einer Himbeerhecke

Ist die oberste Schicht vererdet, bepflanzen wir die Wälle auf der Südseite, wie hier zum Beispiel mit Himbeeren. Licht von Süden und Windschutz nach Norden, dazu Wärme und Nährstoffe, die das verrottende Material abgibt, lassen die Pflanzen prächtig gedeihen und auch Besucher finden sich dort ein, zum Beispiel unsere Feldhasenbabys, die sich im Frühjahr gerne an diesen Wällen Verstecke suchen, in denen sie vor Wetter und Fressfeinden geschützt sind.

Bau einer Feuerstelle

Solange das Holz noch frisch ist, darf es auch gern als kostenloses Gartenmöbel dienen, wie hier der Stamm eines umgestürzten Wallnussbaums an unserer Feuerstelle. Dort können wir ein paar Jahre in gemütlicher Runde sitzen, bis das Holz morsch wird und an anderer Stelle im Garten weiter vergehen darf. Je nach Holzart geht das schneller oder langsamer vor sich. Bei Nadel- und Weichhölzern schreitet der Zersetzungsprozess relativ schnell voran, während er zum Beispiel bei einer Eiche Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern kann. Für das gemütliche Lagerfeuer oder Osterfeuer gilt natürlich: Bitte nicht den Astschnitt vom letzten Jahr verbrennen, sonst geht eine ganze neue Generation von darin lebenden Insektenlarven in Flammen auf.

Totholz, Deko im Garten

Dieser Kreis aus stehendem Totholz ist eines unserer aktuellen Projekte. Eingerahmt von verschiedenen Stämmen, Wurzeln und Ästen, die zum Teil schon recht angemorscht sind und einer Aufräumaktion in einem anderen Garten zum Opfer gefallen wären, soll in nächster Zeit ein Sumpfbeet/ Flachteich entstehen und unseren Garten um einen weiteren Lebensraum erweitern.

Eichhörnchen am Walnussbaum

Mit einem Blick auf die drei Eichhörnchenjungen an unserem Walnussbaum beschließen wir den kleinen Totholzecken-Gartenrundgang.

Falls du nun auch Lust bekommen hast, deinen Garten mit Totholz aufzuwerten, erst mal Daumen hoch und dann noch die dringende Bitte: Entnimm kein Totholz aus der freien Natur! Dort, wo es liegt, liegt es richtig. Wir können nie wissen, was alles schon darin lebt und ob es in unseren Gärten überhaupt die passenden Lebensbedingungen vorfinden würde. Frag deine Nachbarn, die vielleicht gerade einen Baum fällen oder auch mal die Arbeiter an den Straßen, die gerade Schnittarbeiten durchführen, schau dich auf den örtlichen Grünabfallsammelplätzen oder in den lokalen Kleinanzeigen um. Irgendwo wirst du ganz bestimmt fündig und kannst das Totholz guten Gewissens vor dem Häcksler retten und ihm in deinem Garten einen würdigen Platz zum langsamen Vergehen geben.

Möchtest du mehr über den faszinierenden „Lebensraum Totholz“ und über Gestaltungsmöglichkeiten im heimischen Garten erfahren? Dann empfehlen wir dir Werner Davids gleichnamiges Buch aus dem pala-Verlag.

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Hier findest du ein kostenloses Kapitel aus Werner Davids Buch „Lebensraum Totholz“ zum Download: https://www.naturgartenfreude.de/totholz/im-garten/

 

Abschließend haben wir noch ein paar interessante Links zum Thema zusammengestellt:

https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/totholz/

https://www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/gartengestaltung/totholz-artenreicher-lebensraum/

https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/totholz

https://www.gartenfreunde-rheinland.de/downloads/37/infoblatt_4_06_lebensraum_holzhaufen.pdf?1431531788

(mit Broschüre zum Download)

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Das Projekt Teichbau geht in die finale Phase

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Das Projekt Teichbau geht in die finale Phase

Die Teichecke ist soweit und heute dürfen wir uns die ersten Pflanzen abholen. Dann zieht hoffentlich das Leben in unser kleines Gewässer ein.

Ein paar Vögel haben das flache Ufer schon zum Baden und Trinken benutzt und auch die grünen Mosaikjungfern sind bereits einige Male über’s Wasser geflogen. Diese Libellen sind aber äußerst wählerisch und legen ihre Eier ausschließlich auf der Krebsschere ab – diese steht damit ganz klar auf der Wunschliste für das nächste Frühjahr!

Wenn wir jetzt so in den Garten schauen, können wir uns kaum noch vorstellen, dass dieses Eck noch vor Kurzem vollkommen von Giersch und Brennnesseln überwuchert war. Die dürfen sich natürlich weiterhin an vielen anderen Stellen breitmachen, aber ein bisschen mehr Pflanzenvielfalt darf es schon sein.

Wir sind mal gespannt, wie sich alles dort entwickeln wird!

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Teichbau Teil 2

  • Beitrags-Kategorie:Blattgeflüster

Teichbau Teil 2

Wie schwer so eine Teichfolie doch ist. Mit vereinten Kräften konnten wir sie gerade eben bewegen. Das Auslegen im Teichbecken war dann aber doch einfacher als gedacht. Nun konnte die Tiefwasserzone schon mal befüllt werden. Bis morgen sollte sich dann die Folie soweit gesenkt haben, dass auch das restliche Wasser eingelassen werden kann.

Eine provisorische Ausstiegshilfe für Igel und Co.haben wir zu Feierabend noch schnell angebracht. Es soll schließlich nicht in der ersten Nacht schon ein Tier in dem neuen Gewässer ertrinken.

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Teichbau Teil 1

  • Beitrags-Kategorie:Blattgeflüster

Teichbau Teil 1

Der Aushub für unseren Teich ist geschafft und wir konnten heute das Schutzvlies verlegen. Kormin dachte anscheinend, diese tolle Rolle sei ein neuer Hundeliegeplatz und hat es sich darauf gemütlich gemacht, während er uns beim Arbeiten zusah.

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